Udmurtien – Sauna und Kalaschnikow

Habt ihr schon mal was von Udmurtien gehört. Da fahren wir heute hin. Doch zunächst verlassen wir Kasan, dass uns wegen seiner tollen Menschen und schönen Gebäude in guter Erinnerung bleibt. Es war eine tolle Gastfreundschaft und hat Brücken zwischen Osten und Westen geschlagen.


Ja, dicker Verkehr am Morgen in die Stadt. Aber wir haben Urlaub, ein halbes Jahr, und fahren immer dann aus den Städten, wenn die anderen zur Arbeit müssen.


Vorbei an den Fisch- und Süßigkeitenhändlern. Ach, was ist so ein geräucherter Fisch als Mittagssnack lecker.


Vorbei an Ölförderpumpen. Tatarstan verfügt über einige Vorkommen des schwarzen Goldes.


Bis wir schließlich die Stella erreichen. Die tatarisch-udmurtische Grenze. Udmurtien gehört zu einer der autonomen Uralrepubliken und liegt noch auf europäischer Seite.


Alles Schwarzwald oder was? Nein, gemach! Wir sind mitten drin im sanfthügeligen Ural, Tausende Kilometer von deutschen Mittelgebirgen entfernt.


Wie bunt, aber für was sind diese Dinger wohl gut? Und warum nur werden die Dinger hier gleich von Hunderten Verkäufern angeboten und sonst nirgendwo in Russland?


Halt Micha! Im Besitz des schwarz-weiß gestreiften Polizeistockes habe ich die gesamte motorisierte Männerwelt der Russischen Föderation unter Kontrolle.


Das kennt ihr bereits. Die Verwaltung der udmurtischen Hauptstadt hat sich unser angenommen und sorgt nun mit Polizeigeleit dafür, dass wir möglichst schnell und schadlos an unseren Standplatz kommen.


Der Standplatz liegt inmitten einem Schlafviertel unweit des Zentrums und wurde für uns extra geräumt. Nun stehen wir umzäunt und fühlen uns wie im Zoo. Wir sind die Sensation schlechthin.


Beim Russischunterricht – ist rein fakultativ, aber wir merken uns schon genau die Gesichter, die nicht zum Unterricht kommen – …


… werden wir wie bei allen anderen übrigen Aktivitäten intensivst beobachtet.


Wer ist eigentlich im Käfig? Sergej oder der Anhänger alter Sowjetzeiten?


Wir sind es, kein Zweifel. Auf dem Schild steht: „Bitte nicht Füttern, seltene Art.“


Wie gut, dass in der Nachbarschaft eine öffentliche Sauna ist. Wir rüsten uns mit Birkenreisig aus…


…mit dem wir uns anschließend bei gefühlten 200 Grad Innentemperatur geißeln.


Danach kommt ausgiebiges Schrubben und Waschen…


…und dann das Beste von allem: Schönes kühles Blondes für deutsche Reisemobilkehlen.


Ach ja, die bunten Dinger sind zum Schrubben nach den Saunagängen gedacht. Aber warum sie nur hier und sonst nirgendwo entlang der Straße verkauft werden, weiß niemand.


Besuch von Alexandra mit Mann, Tochter und Freundin. Sie sind sehr interessiert an unserer Reise und stehen sinnbildlich für die Erfahrungen, die wir hier mit den Menschen machen. Einfach gut!


Mit dem Bus geht es rein in die Industrie- und Waffenstadt Izhewsk, früher für Ausländer gesperrt.


Gut rausgeputzt sind die Zentralplätze und Sehens- würdigkeiten der Stadt.


Zwei Waffenbauer Izhewsks und unsere stärkste weibliche Waffe im Team: Natascha!


Am Krokodilbauch streicheln bringt Glück, sagt man. Aufgrund der russischen verbreiteten Neigung zum Aberglauben ist der Bauch schon blank. Auch wir tragen nun dazu bei.


Impressionen aus dem Herzen von Izhewsk. Es gibt großzügige Anlagen.


Die charmante Versicherungsverkäuferin will auch uns eine Police anbiete. Da lässt man(n) sich gern etwas länger über die Risiken des Lebens aufklären.


Das kleine Kind hat verblüffende Ähnlichkeit mit …


…der großen Barbara, die natürlich verstanden hat, dass die Plastikverhüterli für die Füße und nicht den Kopf sind.


Wir sind nämlich im berühmten Kalaschnikow-Museum. Auf dem TV Herr Kalaschnikow im Interview.


Die Oberen der Stadtverwaltung beschenken uns zum Abschied unseres Besuchs. Sie waren wieder hervorragende Gastgeber und werden uns auch Izhewsk immer in Erinnerung halten. Sergejs bewegende Worte: „Ihre Arbeit und unsere Reise trägt dazu bei, dass unsere Völker wohl nie mehr Krieg gegeneinander führen werden.“ Sergej, unser Teammitglied, bekommt dafür einen großen Beifall.


Ich kann mich relaxed zurücklegen – wenn auch nur für eine Stunde. Dann warten neue Aufgaben auf mein Team und mich. Aber hier in Izhewsk ist alles gut, ich kann mich auf mein Team und die tolle Mitarbeit der Polizei und Verwaltung verlassen.


Morgen werden wir nämlich aus der Stadt rausgeführt und dann, dann geht es hart Kurs Asien! Gespannt? Dann weiter auf unsere Seite klicken.


Gute udmurtische Nacht

Kostya


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