Die Retortenstadt

Die dritte große Wüstendurchquerung liegt nun hinter uns. Es war fahrtechnisch vielleicht die einfachste mit nur zwei Reisetagen. Aber Dank unserer turkmenischen Freunde, der vielen Kamele und dem spektakulären Feuerkrater war die Wüste wieder einmal ein Highlight.


Nun folgt das Nächste. Die Einfahrt nach Ashrabad.


Sauber, aufgeräumt, etwas steif, kommt sie daher, die turkmenische Hauptstadt Ashrabad.


Ganz im Gegensatz zum Markt, wo die Zeit stehen geblieben ist. Statt Moderne alte Busse aus der Sowjetzeit.


Auf geht´s ins pralle Marktgetümmel.


Ob man davon Durchfall bekommt? Ach Unsinn, wir probieren alles und es geht uns immer noch gut.


Teppichmarktimpressionen.


Wie schön. Niemand hat mehr Angst, von Ausländern fotografiert zu werden.


Schicke turkmenische Damenwelt. Ob in Plastik…


…oder eingehüllt. Alle lassen sich gerne fotografieren.


Das hätte sich der Kleintransporter auch nicht träumen lassen. Sein Gnadenbrot in Turkmenistan.


Auf dem Weg zu den großartigen Stadtparks durch das saubere Zentrum Ashrabads.


Topmodern auch die Ampeln. So wird es in einigen Jahren auch auf unseren deutschen Kreuzungen aussehen.


Überwachungskameras halten nach Temposündern Ausschau.


Dann liegen sie vor uns. Die Ashrabader Parkanlagen.


Wir kommen ob der prunkvollen Gestaltung aus dem Staunen nicht mehr heraus. Kaum Leute sind unterwegs, aber das liegt an der Tageszeit. Am Abend strömen Schüler, Studenten und die arbeitende Bevölkerung in den Park.


Weiträumige Parkanlagen mitten im Zentrum Ashrabads.


Die Ruchnama, das große Allbuch des 2006 gestorbenen Führers Turkmenbashi. Im Buch steht geschrieben, was ein Turkmene wissen will. Verfasst vom großen Turkmenbashi und Pflichtlektüre in der Schule. Wobei der Einfluss von Buch und Ex-Herrscher spürbar nachlässt.


Und überall der verstorbene Herrscher in Gold.


Am spannendsten ist nach wie vor die ca. 70 Meter hohe Darstellung des früheren Herrschers, das Dreibein mit Goldpräsident obendrauf, immer der Sonne entgegen- gewendet sich drehend.


Im Fahrstuhl auf einem der drei Beine geht es in zwei Abschnitten nach oben.


Oben der Blick auf die Leninallee – mit Tausend sprudelnden Brunnen!


Aber wie lange geht das alles noch so weiter? Wenn man einmal den Geist der freien Informationsgesellschaft aus der Flasche gelassen hat, ist es nicht möglich, ihn wieder hinein zu schicken. Der freie Geist – hier reflektiert durch Tausende Satellitenschüsseln.


Der Neue winkt freundlich friedlich den Menschen in der Stadt und auf der Straße zu. Es hat sich eindeutig eine ganze Menge in den letzten 30 Monaten getan. Das Land ist offener geworden, die Infrastruktur im Vergleich zur letzten Reise so sehr viel besser.


Wir verlassen die turkmenische Hauptstadt mit gemischten Gefühlen, aber zweifelsfrei geht es im Land bergauf.


Nun reisen wir bis Mary eine Zeitlang gen Osten. Dann werden wir in den Iran einreisen, auf den wir jetzt schon sehr sehr gespannt sind. Bleibt dran, auch unser Turkmenistan lohnt sich.


Euer Kostya


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