Im Land der wilden Reiter

Ich weiß nicht wie viel Hirnschmalz die sehr hilfsbereiten Mechaniker der Fordstation verbraucht haben, um das Fahrzeug wieder fahrbereit zu bekommen. Aber Nachts um 1 Uhr finde ich mich hinter dem Lenkrad wieder.


Die Nacht Durchbrummen und die Gruppe einholen ist die Devise.


Gleichzeitig erreichen Jessica und Kerstin, unsere beiden Praktikantinnen aus Rheinhessen, den Luftraum der Mongolei.


Endlich mongolischen Asphalt unter den Rädern.


Jurten und Pferde – Genau so habe ich mir das vorgestellt.


Erstaunlich, dass der Fortschritt der IT-Gesellschaft auch vor den Hirten nicht halt macht. Statt Tiermägen nun Plastikbehälter für die Pferdemilch und den Ayrak (angegorene Pferdemilch), dazu über 50 Programme per Satellit, den benötigten Strom gibt es per Photovoltaik-zelle. Gut oder nicht? Ich kann es den Menschen nicht verdenken, auch wenn sich ihre urtümliche Lebensweise mehr und mehr verändern wird.


Auf jeden Mongolen kommen vielfach mehr Tiere, meistens Schafe und Ziegen, aber auch Rinder, Pferde, Kamele und Yaks.


Ulan Bator, die Hauptstadt der Mongolei, ist zum Greifen nahe.


Noch einmal vorbei an den gut bepackten LKW (in China werden wir über so etwas lächeln…),…


… und schon ist „UB“ erreicht (so nennen viele Menschen ihre Hauptstadt).


An unserem Standplatz in UB. Endlich, nach zwei reparaturbedingten Tagen bin ich wieder bei der Gruppe.


Zwei von unserem mongolischen Team: Chimgee als Übersetzerin und Munku als Fahrer und Mitorganisator.


Und noch zwei von unserem T…eam. Hey! Da hat sich schon wieder einer dazwischen gemischt und stört Kerstin und Jessica bei der Arbeit.


Mit den vier und der Agentur GoWildernessMongolia wollen wir nun das Land erleben, wortwörtlich erfahren. Übrigens, den Mann mit dem gelben T-Shirt bekommen wir da schon wieder weg.

Jetzt geht es endlich los. Wir starten gen Westen und wollen die schönsten Stellen der Mongolei besuchen. Jeder auf seine Art und Weise. Ob es im links fahrenden Wohnmobil ähnlich aussehen täte, würde man nur die Außenhaut entfernen?


Die Fahrt zum Hustain-Nationalpark wird zur ersten Nagelprobe für die später erfolgende Durchquerung der Wüste Gobi, wo 500 Kilometer Piste auf uns warten. Jeder wählt die ihm passende Piste, oft werden mehrere angeboten


Nach wenigen Stunden Fahrt stehen wir im Nationalpark. Der Regenguss macht nichts, im Nu versickert das Wasser im steinig-sandigen Boden.


Im Informationszentrum des Nationalparks werden wir auf unsere Exkursion zu den hier wieder angesiedelten Przewalski-Wildpferden vorbereitet.


Im AUS-Bus geht es los. Meist erträglich, aber wehe…


…wenn ein Schlagloch kommt…


Jochens Mut ist grenzenlos. Furchterregende Krabbelviecher mit langem Giftstachel lässt er seelenruhig über seinen Handrücken laufen. Kerstin und Jessika gefriert das Blut in den Adern. Sie würden niemals so eine Bestie anfassen. Niemals. Da helfen auch nicht aufklärende Worte wie harmlose Heuschreckenart mit Legeröhre (also kein Giftstachel).


Warten auf die Wildpferde kann so schön romantisch sein.


Das lange Warten wird belohnt. Da steigen sie hinab und wir ihnen entgegen. Ganz nah dran an den PrzewalskiWild- pferden.


Schnappschuss im Restaurant am Infozenter des Parks. Statt Stemmen von Maßkrügen gilt es hier, Finger in die Flaschenhälse zu stecken.


Abfüllen und dann weiter Richtung Westen, wo es sehr trocken werden wird. Der Direktor des Parkes verweist stolz auf seine Wasserquelle und hat uns mit seiner Gast- freundschaft sehr beeindruckt.


Zu Besuch in einer Restaurantjurte entlang der Piste. Noch lächeln die beiden…


…dann kommt der Tee, aber siehe da, er schmeckt.


Fotos von Zuhause sind einfach der Renner für so eine Reise. Interessiert blättern sie die Alben durch. Die eindrucks- vollsten Momente der Karateschule Kushanku im rheinhessischen Gau Algesheim finden großen Anklang bei den kampfbegeisterten Mongolen.


Füße wärmen am warmen Jurtenofen. Es ist gegenwärtig noch ungewöhnlich kühl für Juli.


Juli – das heißt für die Mongolen „Festzeit“! Es ist Zeit des Naadam-Festes, welches wir in UB bald auch erleben werden. Aber jede Stadt in der Mongolei hat auch noch sein eigenes kleines Naadam-Fest mit Reiterwettbewerben, Schaukämpfen und viel „Sehen und Gesehen werden.“ In Erdenesat erleben wir ein kleines Naadam und lassen uns nun durch das pralle Festgeschehen treiben. Viel Spaß!


Morgen reisen wir weiter gen Westen, wollen das Zentrum des früheren Mongolenreiches, Karakorum, erreichen. Und wir werden euch beweisen, dass es ein Frevel ist, wenn man durch dieses wunderbare Land einfach nur so durchfährt, ohne sich die schönsten Stellen anzuschauen. Es wird zauberhaft werden, mein Wort drauf!


Euer Kostya


023 Kamele, Sand und Feuer
Kaum haben wir das kleine Nadaamfest verlassen, klärt der Himmel auf. Die mongolische Sommersonne brennt immer mehr Löcher… < mehr



021 Endstation Ulan Ude! Aus des Leitfahrzeuges!
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Nach Oben - professionelll geführte Wohnmobilreisen in die GUS, China und Iran - Abenteuer Osten