Kinder, Kurven und viel Freude

Was habe ich einen Bammel vor dieser Grenze gehabt. Volker, der das Fahrzeug nach Usbekistan eingeführt hat, reist ohne es wieder aus. Und ich mit dem Fahrzeug, obwohl ich gerade aus Moskau per Flieger komme. Viel Angriffsfläche für Schmiergelder. Aber es kommt ganz anders als erwartet. Sauber, freundlich korrekt geben sie uns binnen weniger Minuten die benötigten Dokumente. Volker kann nun nach Taschkent und nach Hause fliegen, ich als erster nach Turkmenistan einreisen.


Auf der turkmenischen Seite nimmt uns das Team von Dilber, Lena und Ermuhamed in Empfang. Vertraute Gesichter, wir arbeiten nun als eingespieltes Team die Grenze völlig korrekt innerhalb drei Stunden ab. Rekordzeit, rekordkorrekt!


Beim Umgang mit dem neuen alten turkmenischen Geld holt man(n) oder Frau sich schnell eine blutige Nase. Es gab vor kurzem eine Währungsreform und neue Geldscheine, die genauso neben den alten gelten.

Die alte Währung wird im neuen Wert durch zwei geteilt. Dann durch 5000. Dann hat man die neue. Diese durch vier, dann hat man den Eurobetrag. Schwierig ist es, weil die Einheimischen zum Zwecke der Vereinfachung die alte Währung im Wortgebrauch nach wie vor nutzen und dabei aber drei Nullen wegstreichen. Bezahlt wird aber meist in der Neuen. Klar? Wie gut dass wir noch die Mark – äh den Euro haben.


Spät am Abend ist alles erledigt. Mein Team und ich waren bis 22 Uhr mit Registrierung und Meldelisten für das Komitee dran. Dann besuche ich Ermuhamed und seine Familie. Er und ich sind dabei die dunkelsten Gestalten.


Der nächste Morgen. Auf dem Weg nach Könjeurgentsch winken uns Schulkinder begeistert zu.


In Könjeurgentsch hat uns das Komitee erlaubt, am Rande des Schulsportplatzes der Stadt unsere Autos zu parken. Schnell wächst das Interesse an uns.


Sehr schnell! Die ganze Schülerschaft ist in unserer Wohnburg versammelt.


Ich glaube, fast jeder von uns hat einige Hundert Bilder gemacht. Einen Bruchteil von dem, was wir in dem einst geschlossenen Land erlebt haben, dürft ihr nun nachempfinden. So viel Offenheit, Interesse, Freundlichkeit. Viele können ein wenig Englisch und probieren ihre Kenntnisse an uns aus. Wenn so die turkmenische Zukunft aussieht, können wir uns auf ein neues Land auf der Weltbühne freuen. Wir sind platt im wahrsten Sinne des Wortes.



Nach dem Kennenlernfest an der Schule steht das offizielle Fest an. Andrea wird 50, wir wollen es knallen lassen. Und wie wir das tun, könnt ihr euch nun anschauen. Die Tafel steht, die Getränke auch. Wir essen, trinken, prosten und so weiter.


Gerade die Zunge noch zügelbar, gibt’s ein paar Jubiläumssprüche zum Runden.


Dann kein Halten mehr. Musik und die rosa Zuckerpuppe! Schmatz!


Niemanden hält es heute auf den Stühlen. Raus, das Tanzbein geschwungen und gut abrocken.


Diese Kurven sind einfach zu viel für uns Männerwelt.


Die Hüften nach links…


…die Hüften nach rechts…


…nach vorne. Und schon kommen da die Griffel von… ja von wem ins Spiel?


…von… ach herrje, wie hätte es denn anders sein können. Dieser Mann….


Wenigstens der Rest der Gruppe benimmt sich und tanzt mit anderen Gruppenteilnehmern statt ausschließlich schwarzen Serpentinen hinterher.


Wow, es bleibt kein Auge trocken! Wir haben eine heiße Jubiläumsnacht. Dank Andrea. Alles Gute dir von dieser Stelle aus.


Danke an mein Team, das diesen Abend vorbereitet hat. Danke euch allen! Hicks! Ich bin schon ganz naschascha!


Tschau


Kostya


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