Gefangen in Sibirien – Gruppe steckt im Schlammassel

Ahh, ein Albtraum. Sie trägt das rote Sofa weg!!! Das schöne Liegegerät ist Sinnbild für mein Zuhause, mein Paradies, eben mit großzügigem roten Sofa versehen. Hier ist es aber ein anderes rotes Sofa, ich kann mich wieder beruhigen.


Immer wieder bewundere ich die Wartenden an den Bushaltestellen, deren Sitzbänke gerne ein paar Zentimeter höher sind. Wohl im Vorgriff auf die Evolution, da der Mensch immer länger und größer wird.


Die Transsibirische kreuzt immer wieder mal unseren Weg. Oder wir ihren. Aber wir geben bei derart eisenhart schlagkräftigen Argumenten nach und lassen den Zug, auch wenn es bis zu 5 Minuten dauern kann, bis der kilometerlange Koloss den Bahnübergang passiert hat, vorbeifahren.


Angekommen am Nachtplatz, hat sich Andrea gleich festgefahren. Der Untergrund ist ein bisschen sumpfig, es ist aber eine kleine Sache und das Reisemobil schnell befreit.


Nun genießen wir das wilde Sibirien, schwimmen im warmen See unsere Bahnen.


Sagte ich gerade genießen. Unglücklicher kann man nicht dreinschauen. Achim und Moskitos – das ist eine eher einseitige Beziehung.


Karlheinz und Katharina haben gut Lachen. Hinter dem Moskitonetz macht man sich sein Abendessen und lässt das der geflügelten Plagegeister ausfallen.


Plötzlich geht ein gewaltiger Platzregen nieder.


Unser Anfahrtsweg verwandelt sich in eine Piste wie mit brauner Schmierseife überzogen.


Das kann ja morgen bei der Rausfahrt heiter werden. Aber vielleicht trockwt das ja alles ganz schnell ab.


Juri, passionierter Angler, zerlegt frische Fische. Dabei kommt mir spontan ein Vergleich in den Kopf!


Was haben Juris Hände…


…und unsere Ausfahrtspiste gemeinsam? Beide sind extrem glitschig.


Aber weg mit den Sorgen, es wird morgen schon abgetrocknet sein. Fotografen kommen bei der Reise bisher voll auf ihre Kosten.


Abendstimmung an unserem See-Standplatz. Was mir gar nicht gefällt, sind die aufziehenden Gewitterwolken. Und leider wird es in der Nacht auch zum Regen kommen.


In der Tat, der gestern noch so griffige Boden ist völlig aufgeweicht. Da kommen wir nie mit unseren Fahrzeugen durch.


Schluss mit dem Gejammer! Sind wir Männer oder was? Sind wir weltreisende Abenteurer, die vor nichts Angst haben? Ja, das sind wir, die letzten noch existierenden Asphalt- und Lehmpistencowboys, die nun selbst Hand anlegen. Wir ebnen uns den Weg soweit wie eben möglich. Und in einer Gruppe sind wir stark, leisten gemeinsam ganze Arbeit.


Marc fährt vor, Eva coacht! Wow, was der schon ins Schlingern und Rutschen kommt trotz Allrad und Geländeprofil. Wenn da unsere normalen Womos erst drankommen. Die haben da keine Chance. Wir stecken fest, mitten in Sibirien, fernab von ADAC und Co.


So, normalerweise käme jetzt Werbung, aber soweit sind wir noch nicht. Daher gibt es nur die klassische Aufforderung an euch, uns nun die Daumen zu halten und im nächsten Bericht zu sehen, ob es uns doch gelingt, uns aus dem Schlamassel zu befreien.


Kostya 🙂


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