Esel – Die Helden im Reich der Tiere Uiguriens

Der Kernabschnitt der großen Sandwüste liegt hinter uns – wir reisen nun entlang des Südrandes des Tarimbeckens und halten Kurs Nordwest stets in Richtung Kashgar.


Am Rande der Wüste siedeln sie wieder, die Uirguren und interessieren sich natürlich auch für uns.


Wir steuern aufgeregt unsere Reisemobile über die Süduigurischen Straßen. Was hier los ist, geht auf keine Eselshaut.


Entspanntes Fahren, ein Nickerchen des Peitschenmannes macht allen Spaß. Dem Esel, weil dann nicht auf ihn eingedroschen wird, dem Herrn, weil er sich nicht anstrengen muss und uns, weil niemand leidet und wir tolle Fotos kriegen. Ich bewundere die Esel aufrichtig. Sie kennen den zu laufenden Weg auswendig, haben auch Straßenkreuzungen und Gabelungen in ihrem Festspeicher – äh Kopf gespeichert


Schleppen, schleppen und nochmals schleppen. Ein Esel in Uigurien hat es nicht leicht und bekommt nicht gerade häufig Streicheleinheiten.


Welch ein Kontrast, wenn nach den Eselkonvois flotte, motorisierte Wüstenhaserl an uns vorbeiziehen.


Dieses hier ist aber der klassische Normalladezustand eines Zweirades.


Kleine Pause auf dem Lastenrad.


Die Märkte in Süduigurien sind urtümlich, es gibt hier keine Touristen.


Oder gab es zumindest nicht, bis wir uns durchs Marktleben treiben lassen.


Wir erregen großes Aufsehen. Wie immer eigentlich.


Die Familien freuen sich über unseren Besuch und bitten uns förmlich, sie zu fotografieren. Hierin unterscheidet sich die Gesellschaft von vielen anderen islamischen Kulturkreisen, wo man sich als Mann eher fernhalten sollte von den Frauen.


Die Kleinen geben ihren Eseln und Maultieren Saures. Frust oder Normalität? Es ist Uigurien wie vor Hunderten von Jahren, ausgenommen die Autos und der Asphalt.


Weitere Begegnungen, für uns nach wie vor aufregend.


Chillen auf dem im Schaukelgalopp geschüttelten Wagen.


Noch mehr gefällig? Bitte sehr.


Zu den Stoßzeiten des Marktes…


…sind alle Parkplätze in Basarnähe belegt.


Zum letzten Mal in der Natur stehen, bevor es für drei Nächte und zwei Tage nach Kashgar geht.

Walter feiert seinen Abschied, er war in ganz China mit von der Partie. Walter, du wirst uns fehlen.


Hübsch campermodisch und doch mit Stil zur Abschiedsfete gekleidet!


Der nächste Morgen. So friedlich, klar und still. Kaum jemand käme darauf, dass uns gestern nach der Feier heftige Windböen und gewaltige Regenwolken in unsere Fahrzeuge trieben.


Fast auf dem Dach des eigenen Hauses mit Blick …


…auf das Dach der Welt.


Fotografenherzen lachen.


Herangezoooooomt, so wunderbar.


Lichtspiele der großen 7000er am Karakorumhighway. 200 Kilometer weiter ist Pakistan.


Guten Morgen, Sascha. Trotz frischer Luft im Dachzelt spät dran! Na so was geht jetzt noch, aber bald ist die lockere Phase vorbei. Dann wirst du zusammen mit Volker die Leitung der Gruppe innehaben.


Baustelle auf dem Weg nach Kashgar. Arbeitskräftemangel auf Baustellen gibt es in China nicht. An einem 300-Meter-Abschnitt arbeiten so viele, wie bei uns auf allen Bundesautobahnbaustellen zusammen. So erscheint es mir zumindest, wenn ich irgendwo in Deutschland unterwegs bin.

Schluss mit der Schelte, dadurch haben die deutschen Sonderschilderanfertiger ja auch Arbeit und fertigen solche Schriftstücke wie: „Ausbau des Autobahnrings Mainz, Fertigstellung 2019. Wir bitten um ihr Verständnis.“ Einem Chinesen wäre hier kein Verständnis abzuringen. Die Chinesen bauen beidseitig der Taklamakan zwei Mal zweispurig auf je 3000 Kilometer eine neue Autobahn. Was für Dimensionen!


Jetzt ist aber wirklich Schluss, wir gehen handgemachte Nudeln gucken und essen.


In Kashgar angekommen, ziehen wir los in die alten Viertel. Beobachten und beobachtet werden.


Momentaufnahmen aus Kashgar, in dem nun wieder nach den Unruhen eine gespannte Ruhe eingetreten ist. Viel Militär sichert die Stadt, man hat Sorge vor weiteren Konflikten. Wir als Reisende fühlen uns sowohl bei den Uiguren als auch Han-Chinesen wohl.


Einige Tage bleiben wir in Kashgar, machen einen Ausflug zum am Karakorumhighway gelegenen Karakulsee mit Blick auf die 7000er. Ich durfte nicht mit, die Pflicht zur Vorbereitung der Übergabe der Leitung ruft. Außerdem müssen die Papiere für die Einreise in die nun folgenden mittelasiatischen Länder und den Grenzaustritt aus China fertig gemacht werden.
Das Einzige, was mir bleibt, ist ab und zu eins der gegenüber frisch gebackenen Fladenbrote zu kaufen. Lecker, nicht wahr?


Ihr freut euch bitte nun auf einen ganz neuen Abschnitt: Vor uns liegt die Passage des Torugatpasses auf dem Weg nach Kirgistan.


Bis bald Kostya


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Nach Oben - professionelll geführte Wohnmobilreisen in die GUS, China und Iran - Abenteuer Osten