Zu Besuch bei den Nomaden

Der Morgen küsst uns wach. Wir schlafen sehr gut in der sauberen Luft, die auf angenehme 15 Grad in der Nacht abkühlt. Am nächsten Tag sind wir wieder auf der Piste. Es geht zurück gen Osten, zurück nach Ulan Baator, wo uns das Nadaam-Fest, der Mongolei größtes Volksfest, erwartet.


Entgegen kommt uns RotelTours, die auch wissen, wo es schön ist. Sie rauschen Richtung Osten, wir zurück nach Westen. Unser Fahrtempo ist ein anderes, wir lassen uns durch das landschaftlich traumhafte Land treiben, jeder seinem eigenen Rhythmus folgend. Im Konvoi wäre auch das einfach kein Genuss.


Morgens 11 Uhr ein Stopp an einem mongolischen drive-thru!


Topmodern, Strom und 50 TV-Kanäle sind das heutige Minimum!


Die Nudeln werden mit der Hand geschnitten.


Blick in das Wohnzimmer, das gleichzeitig Ess- und Kinderzimmer, ja alles ist. Eine Jurte ist nun mal eine EZW.

Etwas später am Tag planen wir einen Besuch bei einer Nomadenfamilie. Sie wird uns an ihrem Leben teilhaben lassen, wir werden mit ihr essen.


Auch unsere besagte Familie ist gut aufgestellt und lebt keineswegs hinter dem Mond.


Munku, mein wichtigster Mann in der Mongolei, hat Brennholz fürs Feuer organisiert. 19 Reisemobile wollen bekocht werden, und das geht nicht einfach so aus der Hüfte.


Während draußen auf Hochtouren vorbereitet wird, ist drinnen der Kleine fest am Schlafen.


Die Pferde müssen gemolken werden, 4 Mal am Tag. Das meiste der gewonnenen Pferdemilch wird zu Airag, natürlich vergorener Stutenmilch, verarbeitet.


Oh je! In deren Haut möchte ich jetzt nicht stecken. Unser potentielles Abendessen läuft aufgeregt im Kreis.


Aber ein guter Hirte ist auch Buddhist – und Buddhisten haben Achtung vor dem Leben. Ein schneller Schnitt…


… ein gekonnter Griff ins Innere, und das Schaf entschläft sanft ohne jeglichen Schrei. Respekt.


Der Rest ist klassisch: Haut abziehen,


Ausnehmen, und dann…


… liegt das Fleisch vor uns, fertig für die Zubereitung.


90 Minuten später ruft die Familie zum Essen.


Bitte zugreifen. Frischer und besser geht es nicht.


Walter lässt die Sektkorken knallen…


…denn seine Anneliese hat Geburtstag. Mitten in der Mongolei.


Die blaue Weste ist ein spontanes Geschenk der Hirtenfamilie.


Und auch Erich und Wolfgang werden noch nachbeschenkt, konnte ihr Geburtstag doch nur halb gefeiert werden, weil wir über die Grenze fuhren.


Petra hat mongolischen Nachwuchs in den Armen.


Chimgee ist Mongolin, echte Mongolin. Und die können alle reiten wie die Teufel. Im Galopp entschwindet sie für einige Minuten in der Weite ihres Landes.


Was haben wir für einen Spaß mit den Kindern der Hirtenfamilie. Wir genießen die ausgelassene Stimmung. So macht gemeinsames Reisen einen Riesenspaß.


Auch die Hirtenfamilie hat ihren Spaß an uns.


Und die beiden turteln noch bis in die laue mongolische Sommernacht hinein.


Zauber der Nacht. Der Mond taucht die Welt in ein mystisches Licht.


Von schönen Standplätzen können wir gar nicht genug bekommen. Für zwei Tage stehen wir im Nationalpark Terelj und erleben Natur pur mit unserem eigenen Haus auf Rädern. Schöner als jedes Touricamp oder Hotel. Es ist Wohnmobilurlaub Deluxe – einfach so frei, so schön in dieser Umgebung zu stehen.



In den nächsten Tagen wird alles im Zeichen des großen Nadaam-Festes stehen. Wir werden dabei einiges Verrücktes erleben. Ihr auch, wenn ihr nur dran bleibt.

Bis Bald

Euer Kostya





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