Auge in Auge mit dem Hades

Drei Aspirin habe ich gebraucht, um die zweite Hälfte dieser Nacht zu überstehen.

Gut, dass wir nicht zu früh starten müssen. Wir haben uns bereits Köneurgentsch mit seinem alten Mausoleum und höchsten Minarett ganz Mittelasiens angeschaut,…


…als es ans Betanken geht. 15 Cent pro Liter, gemessen an dem, was wir vor zwei Jahren zahlen mussten, ganz schön teuer.


Mein Team ist auf die Regierungsautos verteilt, ich bleibe aber ebenfalls nicht allein. Die Turkmenin begleitet mich ein Stück gen Süden und berichtet davon, wie es in ihrer Region bergauf geht.


Stolz sind die Kinder darauf, eine von unseren begehrten Reisepostkarten ergattert zu haben.


Jetzt bitte kein Erdbeben. Obwohl es ein tolles Foto gäbe.


Das alles war vor zwei Jahren noch nicht da. Hier haben die Leute wie die Teufel gebaut. Am Rande der Wüste.


Auch die Nord/Süd-Eisenbahnroute ist neu.


Die breite, geteerte Straße geht bereits 4/5 durch die Wüste


Checkpoint und Kontrolle, ob wir auf der vorgeschriebenen, richtigen Route bleiben.


Da stehen wir nun alle. Fast alle. Ich bin noch oben beim Team auf der Trasse und beobachte…


…wie viel Staub die LKW der Gasfördergesellschaft aufwirbeln.


Das kann ich auch und werde zu Hause der hiesigen Presse von Tausenden Kilometern Staubpiste berichten. Nein, werde ich nicht, aber zumindest scherzen werde ich damit doch noch dürfen.


Alle sind am Platz, auch mein Team, meine turkmenische Familie:


Am frühen Abend starten wir mit zwei Ural-Bussen zum Gaskrater in der Mitte der Karakum.


Mit Stühlen bewaffnet geht es zum Krater.


Am Tag sieht er so aus.


Micha, nicht zu nah an den Rand. Wer hinein fällt, hat keine Chance.


Ende der 70er Jahre wurde nach Gas gebohrt, es kam zur Explosion und der Krater entstand. Damit keine Tiere hinein fallen und durch das weiterhin entweichende Gas sterben, hat man es angesteckt. Seit über 30 Jahren brennt das Gas nun und fasziniert uns.


Am Beobachtungspunkt schließt Georg Freundschaft mit dem großen Pillendreher. Zum Schrecken von Barbara…


Zurück zum Krater, der mich magisch anzieht. Sie müssen mich schon festhalten, sonst…


Noch ein bisschen geht!


Ja, jetzt bin ich nah genug, um die Fotos zu machen, die ich unbedingt haben möchte:


Wie beeindruckend, der Eingang zum Hades.


Das I-Tüpfelchen des Abends ist Erikas Geburtstag. Man kann sich wohl kaum einen ungewöhnlicheren Platz für eine Feier aussuchen als diesen hier.


Es dämmert, jetzt beginnen des Kraters Lichtspiele.


Einfach wortlos, wir staunen und genießen einen außergewöhnlichen Abend.


Und oben wird weiter Geburtstag gefeiert. Mit Wodka, turkmenischem Wein und Knabberzeug! Heiß, nicht? Wie klein wir sind vor diesem Feuermonstrum.


Es ist nun tiefschwarze Nacht. Was sind das für höllenschöne Naturschauspielfarben? Träumen wir das nur? Bis in die Puppen am Krater klönen – Schön ist das Leben!


Der nächste Tag gehört wieder der Karakum-Durchquerung.


Die Karakum. Trotz Gobi und Taklamakan wieder ein Highlight. Wüstenimpressionen.


Wüste – Platz ohne Wasser. Aber der Mensch tut alles, um trotzdem welches zu bekommen. Die Pumpe will nicht so recht, springt dann aber doch an.


Und muss aus 20 Metern Tiefe fördern.


Jetzt freut sich der Hirte. Es läuft.


Die Tiere können trinken.


Auch ein Kamel muss ab und zu betankt werden. Wie sie da so Wasser aufnehmen, kann man sich unter sie legen…


…und unbemerkt ablichten…


…und sehen, was über 100 Liter Wasser mit einem Kamelbauch machen. Reichweite im vollen Zustand 7 – 10 Tage!


Kamele faszinieren uns immer aufs Neue. Walter steigt ihnen hinterher.


Sie aber pfeifen drauf.


Ein besonderes Prachtexemplar von unten…


…und oben.


Ja, ist gut, ich geh schon zurück…


…zum Auto.


Ihr geht in die Wüste, wir Richtung Zivilisation.


Die ersten Siedlungen im Südteil der Wüste, alle mit Satellitenschüssel, versteht sich.


Bald fahren wir ein nach Aschrabad, sind über den dichten Verkehr erstaunt. Und noch über vieles mehr. Doch davon später.


Eine kamelstarke Wüstendurchquerung liegt hinter uns, die wir Dank Gruppenformat so frei und schön erleben durften.


Euch eine gute Zeit, wir stehen nun einige Tage in Aschrabad, dann geht es gen Osten und Süden, der Iran wird das nächste große Kapitel. Aber bis dahin weht noch viel Sand über die Dünenkämme der Karakum.


Gute Nacht Kostya


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Nach Oben - professionelll geführte Wohnmobilreisen in die GUS, China und Iran - Abenteuer Osten