Wir stehen am Himmelsspiegel!

Himmelsspiegel nennen die Einheimischen das Wahrzeichen Kirgistans, den auf 1600 Meter Höhe gelegenen Issik-Kul-See. Eingeschlossen von lauter Vier- und Fünftausendern bietet der See ein ganz besonderes Klima. Die Wolken bleiben in den Gipfeln der Gebirgsketten hängen und spiegeln sich im Wasser. Nun haben wir unsere Autos wenige Meter vom Ufer des glasklaren Seewassers geparkt und entspannen hier für einige Tage.

Nichts ahnend, was nächste Woche alles auf uns zukommen soll. Manchmal ist es gut, dass wir eben nicht ahnen, was die Zukunft bringt.

Wie wir überhaupt zu dem See gekommen sind? Nun, über den Dolonpass, den Horst und Irmtrauds Kutsche gerade mit links nehmen:


Auf der Passhöhe schaut uns der junge Kirgise gespannt zu. Was da für merkwürdige Autos kommen. Chinesen, denken sie. Denn die kommen hier mittlerweile oft vorbei.


Er hat keine Scheu, sich auch mal von ganz nahe fotografieren zu lassen. Obgleich eine gewisse Skepsis nicht zu übersehen ist.


Sascha probiert eine kirgisische Spezialität: Kurten. Das sind getrocknete, ranzige Käsebällchen. Nicht jeder Westmanns Geschmack.


Horst hat keine Hemmungen und besorgt sich eine Flasche Khumus, vergorene Pferdemilch, die ja so gesund sein soll. Horst pumpt die ganze Flasche fast allein weg und hat … keine Probleme. Echt tough, die Gazelle!


Und noch jemand ist hier ganz tough. Die niederländische Radfahrerin will für mehrere Jahre im Drahtesel unterwegs sein. Alleine, dann geht es viel besser und einfacher. Bereits 4 Monate ist sie unterwegs und schon durch den Pamir gefahren. Sie weiß, was wir noch nicht wissen können!


Kaum angekommen am Issik-Kul-See fährt sich eins der Kastenwagenfahrzeuge im sandigen Untergrund fest. Eines der stärksten Fahrzeuge unserer Gruppe, der Pössl, zieht kraftvoll am Seil


Nachdem die harte Vorarbeit durch den Pössl getan ist, kommt ein Allradfahrzeug herbei und zieht den Kastenwagen entgültig frei. Ja, so muss es gewesen sein…


Nach der kurzen Aufregung und der Pösslheldentat stehen wir alle schön verteilt am Ufer des Himmelspiegels.


Das glasklare und mit 22 Grad angenehme Wasser des Sees lockt Grete und Klaus hinaus. Es kommen fast Gefühle wie am Baikalsee auf.


Nun wird wieder mal schmutzige Wäsche gewaschen…


…und an einen eigentlich hoffnungslosen Fall herangegangen. Das Staubmobil Pössl brauch eine Innenreinigung, die Marina und ich nun erledigen. Sascha ist in der Zwischenzeit nach Alamty im benachbarten und nahen Kasachstan gefahren, um dort etwas für die Turkmenistanpassage zu recherchieren.


Am Abend sammeln wir uns zur trauten Runde und feiern Giselas Geburtstag nach.


Marina schmeißt eine Runde Sekt und sorgt für gute Stimmung.


Im Laufe des Abends ist viel Alkoholisches die Kehlen runtergelaufen. Zunächst machen die Mädels Quatsch. Eine Paderbornerin baggert eine Rheinländerin an…


…dann versucht Christian sein Glück…


…und hat am Ende noch Erfolg?..


Wer weiß, was diese dunkle Nacht so alles noch erleben durfte. Ihr, meine Lieben werdet bald ganz andere Dinge erleben. Seht die ausgelassene Zeit als Ruhe vor dem Sturm an.

Bis bald

Kostya

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