Good Bye China, Willkommen in Kirgistan

Es war ein langer Tag, dieser Grenzübertritt. China geht zu Ende und wir können uns bei unseren Partnern, CTS in Berlin, nur ausdrücklich bedanken. Es hat trotz organisatorisch vieler Anforderungen alles immer irgendwie geklappt. Jeder Guide, jeder Bus kam, wir waren immer im Plan und hatten trotzdem mehr Freiheiten, als wohl jeder andere Reisemobilgruppe bisher. Wir fuhren nur zwei Tage im Konvoi, alles andere nach unserem eigenen Credo. Und haben dadurch wohl soviel China erlebt und erfahren, wie wir es im Rahmen einer Pauschalreise niemals mitbekommen hätten.

Danke allen, die daran mitgewirkt haben, insbesondere Heinrich Kriwet von CTS Berlin, der die Fäden mit seinen chinesischen Partnern in der Hand hatte und alles lange im voraus auf die Gleise brachte und unserem ständigen Tourguide Jongtsche (ich weiß mein Lieber, das ist falsch geschrieben, aber so wirst du wenigstens richtig ausgesprochen…), der den Schnellcrashkurs „Reisemobilistenbetreuung in China“ hervorragend bestanden hat.

Nun genug der warmen Worte, wir haben noch ein kleines Stückerl China, bevor wir wieder da sind, wo ich mich heimisch fühle. In der GUS, insbesondere in Kirgistan, das ich nun zum 4. Mal bereise.

Wir müssen den Torugatpass rauf und bekommen nun sogar auf der chinesischer Seite des Passes nur Schotter unter die Reifen.

Ja, der Schotter geht auf die Reifen. Eine Panne, die Christian aber in 20 Minuten erledigt.


Bitte laut Hupen in den engen Kurven des Passes. Vielleicht ist ein Busfahrer eingeschlafen, Soll vorkommen, so etwas.


Die Yaks schauen skeptisch zu unseren Fahrzeugen. Sie sind aber völlig friedlich und laufen weg, wenn man sich ihnen nähert.


Oben angekommen an der Passkrone. Es ist kalt und der Wind bläst. Gleichzeitig ist hier Teamwechsel. Wir werden von Marina, unserem Tourguide bis Istanbul, sowie Sergej und Pasha, unserem Technikteam, empfangen.


Am Grenzstein zu China sind wir ein letztes Mal zusammen, Sascha, Kostya und Juntsche.


Und noch einmal Herzschmerz, dann sind wir auf der anderen Seite, China bleibt uns mit seinen lieben Menschen ewig in Erinnerung.


Unser kirgisisches Team einmal etwas näher. Sergej, der uns mit seinem Allradbus durch Kirgistan begleiten wird und Marina, abenteuerlustige Tourismusmanagerin, die uns bis Istanbul begleiten wird. Neue Menschen, neues Spiel. – Endlich verstehen sie mich wieder – alle sprechen hier nämlich Russisch. Und es lässt sich auch gleich gut an.


Marina und ich schleusen die Reisemobile durch den kirgisischen Zoll. Die Zusammenarbeit klappt auf Anhieb, sie hat viel drauf, ich freue mich so sehr über die Verstärkung.


Nach drei Stunden sind wir durch. Bei einigen von uns brummt der Schädel. Die Höhe ist ungewohnt. Schnell wollen wir wieder runter auf 3000 Meter, hier sind es fast 4000. Unsere Autos rumpeln über staubige Pisten, langsamer als gedacht. Sind alle Bergstraßen Kirgistans so? Na, das kann ja heiter werden, besteht der junge Staat doch zu 80% aus Hochgebirge.


Meine lieben Leser! Die nächsten Tage und Wochen werden sehr dramatisch, es wird einiges passieren, bleibt einfach am Ball und haltet uns die Daumen. Unsere größte Prüfung auf dem Rückweg steht nun an. Wie werden wir sie meistern?

Kostya

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