Pamirhighway – Nichts für schwache Nerven!

Heute braucht ihr Nerven aus Stahl! Wir fahren den Westabschnitt des Pamirhighways.

Auf Feldwegbreite geht es bereits wenige Kilometer hinter Chorog los, immer entlang des Flusses Panj, der meist 100-500 Mter unter uns verläuft. Ein falscher Lenker, und man könnte unqualifiziert abgehen.


Blick aus dem Pösslfenster. Tief geht es herunter, was nicht ur an dem Effekt des Weitwinkelobjektives liegt.


Der Strand liegt bereits in Afghanistan, welches Luftlinie teils nur 50 Meter von uns entfernt liegt.


Afghanische Behausungen. Die afghanische Seite ist infrastrukturell kaum erschlossen. Eine Straße gibt es nicht. Dafür einen Weg…


..auf den wir ständig stauend schauen, während wir unsere Fahrzeuge behutsam durch die abenteuerlichen Passagen führen. Einziges Verkehrsmittel für die Afghanen ist hier der Esel, der am Bergpfad entlang klettert.


Die Landschaft ist ungemein imposant. Unser Reisemobile mutieren zu Zwergen gegenüber den gewaltigen Bergwänden.


Auch die Menschen auf unserer, der tadschikischen Seite, leben einfach und bescheiden.


Sind sie deswegen weniger glücklich? Ich vermag es nicht zu beantworten.


Stolz präsentieren sich die Kinder fürs Foto. Wir sind eine willkommene Abwechslung.


Die Straße führt unter gewaltigen Felsüberhängen durch. Wer zu weit rechts fährt, bleibt mit der Ecke am Fels hänge. Zu weit links – dann geht es schnell nach unten.


Immer wieder vorbei an Geröllfeldern. Die Straße sieht so aus, als sei sie gerade freigeräumt worden.


Wehe, wenn hier noch ein Stein dazukommt. Dann knackt wohl die Rückhaltewand. Aber es ist Spätsommer. Wir haben die beste Reisezeit gewählt. Es gibt kaum Niederschläge und damit auch nur selten Steinschläge.


Tadschikische Grenzsoldaten begegnen uns öfter auf dem Weg durch den Westpamir.


Langsam bewegen wir uns entlang der in den Fels gehauenen Strecke. Wahrlich keine Strecke für Fahranfänger.


Immer wieder gibt es kleinere Wasserpassagen. Rechts im Hintergrund der auf afghanischer Seite befindliche Trampelpfad, der uns die ganze Zeit begleitet.


Aha! Der Pössl nimmt die Passage mit links.


So hat man wohl auch schon vor 100 Jahren gelebt. Von dem, was die karge Natur den Menschen schenken kann.


Die Kinder bieten den vorbeifahrenden Autos Feigen an. Wir sind mittlerweile auf 1500 Meter nach unten geklettert.


Auch diesen Grenzsoldaten ist nicht entgangen, dass heute ganz merkwürdige Autos vorbeigefahren sind.


Vor 10 Jahren war es noch ziemlich gefährlich, hier zu fahren. Es herrschte Bürgerkrieg und viel Regionen wurden vermint. Heute sind nur noch wenige gefährliche Abschnitte wie dieser vorhanden. Wir haben uns natürlich vor Ort bei den Militärs erkundet, wo wir unsere Autos abstellen können, ohne eine Bombenstimmung zu bekommen.


Ach, was für ein exklusiver Standplatz am Hindukusch. Wir stehen neben alten Panzern aus der noch nicht lange vergangenen Kriegszeit.


Wieder so ein Wahnsinnsanstieg mit 25% auf Schotter. Da kommt der Pössl mit Vorderradantrieb und Hänger einfach nicht hoch. Warten auf eins unserer Allradmonster, dass dann aushelfen wird.


Die Idylle trügt. Wieder kriegt es der Pössl nicht gebacken. Der nach dem Flussbett folgende Anstieg ist zu steil, die Vorderräder drehen durch.


Paderborner Allradmoster rammt unschuldigen Offroadhänger. Das Beweisfoto geht nun um die Welt und wird bei dem folgenden gerichtlichen Streit die Geschworenen eindeutig auf die Pösslteamseite ziehen…. Halt, wieder nur ein Scherz. BeimVersuch, den Hänger zu passieren, gibt der Kiesboden nach und der Blaue rutscht auf den Weißen. Keine große Sache, anschließend gelingt die Passage und der Große zieht das Pösslteam den nächsten Hang hoch.


Auch unser Hymer ist nun am Ende. Die Anstiege zu steil und grob gekörnt. Immer wieder helfen uns die Dicken aus der Patsche.


So sehen die An- und Abstiege von weitem aus. Ganz schön steil, nicht wahr. Diese Strecke wurde uns im übrigen als die bessere nach Duschanbe verkauft…


Die Fahrt auf der rauen Piste fordert seinen Tribut. Der Auspuff ist ab, Thomas nimmt es mit Humor.


Auch der Dicke will mitreden im Konzert der Pannen. Und nichts beherrscht er so gut wie Plattfüße, die wir nun Paderborner nennen.


Unser Standplatz zwischen Westpamir und Hindukusch. Soldaten der Grenzpatrouille passen auf uns auf.


Oje, die Vorderreifen des Pössl sind gezeichnet von der harten Piste.


Der nächste Morgen und gleich die nächste Herausforderung. Wieder ein steiler Anstieg. Beim Rückrangieren verkeilt sich der Hänger und damit ist die Fahrbahn komplett gesperrt.


Es geht auch ohne den Paderborner! Ein tadschikischer LKW zieht uns raus. Den Fahrern macht es großen Spaß, uns Reisemobilisten zu helfen.


Aufregende Dorfdurchfahrt. Immer entlang des Bachs, dann stimmt es!


So, nun sehen unsere Fahrzeuge richtig nach Abenteuer aus. Vergesst all die Shows von Camel Trophy und Co. Das hier ist das ultimative Abenteuer. Unbezahlbar, unersetzlich, unvergesslich.


Der harte Abschitt Pamir ist hinter uns, wir fahren auf die Hauptstadt Duschanbe zu. Die jungen Tadschikinnen winken uns zu.


Die erste reguläre Tankstelle seit Chorog. Der LKW ist zum Unabhängigkeitstag als Bus umfunktioniert worden.


Die Menschen sind feierlich gekleidet und hätten uns am liebsten mit auf ihre Feier genommen.


Nachdem wir das Hochgebirge verlassen haben, ist es wieder heiß geworden. Teppichwäscherinnen nutzen das heiße und glatte Asphaltband.


Mit dem Tanken in Tadschikistan ist das so eine Sache. Die meisten Tankstellen haben keine automatische Uhr und oft nicht mal den Strom für die Pumpe.


Die drei von der Tankstelle gibt es auch in Tadschikistan. Diesel steht an dem Baumstamm geschrieben.


Wann kommt bloß der blöde Bus? Esel sind allgegenwärtig in Tadschikistan.


Auf Christian, die letzten Meter Staub bis zur tadschikischen Hauptstadt Dushanbe.


Staub überall. Der Pössl schreit nach Reinigung.


Ein toller Sonnenuntergang vor den Toren von Duschanbe. Wir haben es geschafft, den Pamirhighway als erste Reisemobilgruppe bezwungen. Wieder ein irgendwie historischer Moment. Auf jeden Fall ist es ein erhebendes Gefühl, durch eines der höchsten und schönsten Gebirge der Welt auf einem der abenteuerlichsten Pisten mit dem eigenen Reisemobil gefahren zu sein. Unvergesslich. Unbezahlbar. Exklusiv.


Vergessen haben wir auch nicht unseren Havaristen, der unermüdlich mit tadschikischen LKW nach Chorog geschleppt wird. Freddy und Myrtha sind guter Dinge. Und der Kontakt zur Gruppe hilft ungemein. Alleingelassen wird hier niemand. Unser Technikerteam ist bei euch. Und bald seid ihr bei uns, ganz gewiss.


Morgen laufen wir in die Hauptstadt Dushanbe ein. Was wir dort erleben werden, seht ihr bald wieder unter dieser Adresse.

Gute Zeit

Kostya

Nach Oben - professionelll geführte Wohnmobilreisen in die GUS, China und Iran - Abenteuer Osten