Alles ISTANBUL oder was?

Liebe Fernreisehelden!

„Ach, das geht nicht! Da gibt es doch gar keine Straßen! Und wenn doch, dann werden euch Banditen ausrauben und das Auto abnehmen.“ Haben wir etwa nicht so etwas vor Abreise X-Mal anhören müssen? Nun, wir stehen alle in Istanbul oder schon weiter im Westen, einige sind gar damein schon angekommen.

Das große Abenteuer nimmt hier sein Ende, wir haben es geschafft und vielen Skeptikern gezeigt. Vor allem haben wir aber etwas, das mit keinem Geld der Welt zu kaufen ist. Ein halbes Jahr voller einmaliger Erlebnisse und Abenteuer, voller Höhen und auch mancher Tiefen. Ein halbes Jahr vergangen wie im Rausch. Nun dürfen wir zurecht stolz aufeinander sein, dies in der Gruppe geschafft zu haben.

Ihr, liebe Leser, habt die ganze Zeit meine Ausführungen lesen müssen. Ich hoffe, es ist mir gelungen, euch etwas das Gefühl des Mitreisens zu vermitteln. Oft hatten wir auf dieser Reise eine äußerst dünne Kommunikationsinfrastruktur, das Übertragen der Reports und der Fotos ins Internet war manchmal sehr zeitaufwendig und anstrengend.

Ich erinnere mich daran, dass ich nach manch einem langen Tag zu später Stunde noch einen Bericht verfasste und beim Tippen des Textes mit dem Kopf auf die Tastatur sackte und einschlief. 150 Seiten später, angefüllt mit unzähligen buchstaben „hhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh
hhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh
hhhhhhhhhhhhhhhhhhh“, wachte ich wieder auf und schrieb weiter. Ohne die Gruppe und das Gefühl, dass ihr zuhause ständig mitlest, hätte ich es sicherlich nicht die ganze Reise durchgehalten, die Berichte zu schreiben.

Wir lassen diese Internetreportage noch lange stehen, ihr könnt immer wieder mal reinschauen. Und jetzt weiß auch jeder, der diese Tour auch einmal fahren möchte, was das für ein unglaubliches Erlebnis ist. Eins fürs Leben!

Schaut nun noch einmal hin, wie wir die letzten Tage und Momente dieser Superreise erlebt haben.

Blick ins alltägliche Reiseleiterinnenleben. Es ist das Ende der Reise und fast alle Wäsche schmutzig. Im Pössl ist aber genug Raum, Wäsche im großen Stil zu trocknen.


Der Pösslbuddha muss zur Nachtruhe auf die Sitzbank im Büro,…


…damit im Pösslbett Platz ist. Übrigens stets nur für eine Person. Die häufig fotografierten Schmetterlinge waren alles Tagfalter und blieben zur Nacht auch draußen…


Blick aus der Vogelperspektive auf unsere Wohnmobile, die von oben wie Marienkäfer aussehen. Man sieht deutlich, dass manch ein Käfer gerne sehr dicht bei seinem Nachbarn parkt, während ein anderer wiederum gerne mehr Abstand zur Gruppe hat. Nun, auch wenn wir verschieden waren, sind wir trotzdem durch vieles gemeinsam gegangen. Übrigens: Die Aufnahme ist aus 75cm Höhe entstanden. Es sind also doch Marienkäfer….


Good Bye Asia! Wir rollen über die Brücke am Bosporus und sind endlich wieder in Europa.


Welcome to Europe. Wir stehen im Herzen Istanbuls am Ufer und genießen unser Ankunft.


Der Rest ist schnell erzählt.


Schon bald zog es mich heim, der Pössl ras.. äh, reiste über den Balkan…


…und verabschiedete sich in Bratislava schließlich von Christian.
Auf der Aufnahme sieht man übrigens deutlich, dass der Pössl doch größer als der MAN ist…


Ein Küsschen zu Ehren Christians des Großen. Ihn zieht es nach Ostrava, das Pösslteam nach Hause.


Nur noch von den Rädern des Hängers angetrieben rast der Pössl in Rekordgeschwindigkeit nach Hause und erreicht Deutschland schneller als die Polizei es erlaubt.


Das Bett des Pössl bleibt von nun ab ganz leer, der Rest ist rein privat.


Danke euch Lesern für die Treue. Und Danke sagen möchte ich auch noch vielen anderen, die alle an dem großen Abenteuer Osten teilgenommen haben.

Allen teilnehmenden Reisemobilisten, die oft über sich hinausgewachsen sind und eine tolle Truppe waren,

Allen meinen Partnern wie
– Därr Expeditionsservice, der das Team vom Abschleppseil bis zum Sprechfunkgerät optimal ausgerüstet hat,
-dem Pösslhändler DümoReisemobile, der den Pössl mit Leiter, Gepäckträger und noch anderem aufgemotzt hat,
-dem Fotofachhändler Foto-Oehling in Mainz für kompetente und ehrliche Beratung und ein Superangebot.

Meinem Lieblingsonkel Heiko, der den Pössl innen mit allen nötigen Überwachungsinstrumenten ausgestattet hat.

Meinem Team vor Ort mit Dina und Sergej für Russland, Sascha für alles, Jongtschi für China und Julia & Marina für Mittelasien (Übrigens, Marina geht es noch Operation und Behandlung wieder besser, es sieht alles wieder gut aus!!!)

Dem Team von Seabridge, das mit seinem professionellen Hintergrund und einer tollen Reisephilosophie so viel möglich gemacht hat. Ganz zu schweigen von dem damit verbundenen großen Einsatz bei der Vorbereitung und Durchführung aller administrativen Arbeiten. Allein für China maß der Stapel der einzureichenden Unterlagen mehr als einen laufenden Meter!!!

Last but not least Oliver, der von Zuhause aus agierte, telefonierte und die Internetbetreuung inne hatte.

Und allen jetzt noch nicht Erwähnten, die mir dies bitte nachsehen möchten.

Zum Schluss meiner Familie, die mich ein halbes Jahr von Zuhause weg ließ und den ganzen Laden ohne mich geschmissen hat.

Schaut ab und zu mal rein auf die Homepage, da seht ihr, wann ich Vorträge zu dieser Reise halte oder wann das nächste Abenteuer startet.

Euch allen eine gute Zeit.

Euer Kostya

PS:
Lasst mich noch anfügen, dass ich natürlich ein unverbesserlicher Reiseabenteuerjunkie bin und auch nächstes Jahr auf der Asientour in China ganz dabei bin! Das ist auch vom Familienrat abgesegnet.

nach oben