Zirkus in Not!

Große Asienrundreise 2007

Liebe Leserinnen und Leser,

die Einheimischen denken zunächst an Zirkuswagen, wenn sie unsere Autos sehen. Und manchmal bedarf es auch akrobatischer Einlagen, um das hier alles durchzuziehen. Aber wir sind gut drauf, bisher geht es der Gruppe gut und sie wächst zusammen.

Wie immer lachte die Sonne früh am Morgen, viel zu früh für mein Empfinden als Zirkusdirektor, als wir uns auf den Weg in Richtung Perm machten. Bald gelangten wir auf unsere Stammmagistrale, die M7, und fuhren äußerst vorsichtig gen Nordosten, schließlich hatten wir eine Warnung von unseren Pionieren bekommen. Heftige Verwerfungen auf der Fahrbahn, oft ganz spät zu erkennen. Phasenweise verlief die M7 schnurgerade durch die sanften, bewaldeten Hügel des Ural. Der Frühling kommt spät in diesem Jahr, viele Bäume sind noch immer ohne Blätter. Und dann wieder eine Bodenwelle. Wahnsinn, unsere Autos werden warmgeschüttelt für das, was noch vor uns liegt. Und wie mag da erst der Süden ausgesehen haben? Straßen verändern hier sehr schnell ihren Zustand. Waren sie vor zwei Jahren noch sehr gut, können sie heute einer Kraterlandschaft gleichen. LKW und schlechter Straßenbau sowie extrem kontinentales Klima mit starken täglichen und jährlichen Temperaturschwankungen sind keine gute Kombination. Die Infrastruktur in Russland ist sehr aufwendig. Für 340 Kilometer brauchten wir auf der M7 geschlagene 9 Stunden, aber wir wissen, dass es jenseits des Baikal noch schlimmer kommt.

Wir ließen uns in die Millionenstadt Perm geleiten. Sergej, unser Pionier, freundete sich mit dem Besitzer des Stadtparkes an und wir bekamen die Erlaubnis, in dem Park auf dem Basketballfeld zu stehen. Nach 90 Minuten Stadteinfahrt im Konvoi (ich kannte die Anfahrt leider selbst nicht), standen wir, von Kiefern umringt und berittenen Polizisten bewacht im Attraktionspark. Es gab Karusells, Schaschlikbuden, Bierausschänke und jede Menge bildhübscher super gekleideter Frauen keine 5 Minuten entfernt. Ja, so läßt es sich leben. Aber erst einmal war Wundenlecken angesagt. Ein gerissenes Handbremsseil und einmal bei der Parkeinfahrt (es ging quer über eine hohe Bürgersteigkante, wir hatten Keile untergelegt) Aufsetzen und sonst noch ein paar lose Schrauben. Zirkusalltag! Am Abend spielten wir Volleyball, das hält fit und macht Spaß.

Woche III: M7

Gemeinsam fahren wir ein in die Millionenstadt Perm, hier auf der nagelneuen Umgehung. Das Permer Fernsehen hat Wind von uns bekommen und wartet auf uns beim Stadtschild. Doch davon später mehr…

Ich freue mich auf eine ruhige Nacht und wünsche auch euch einen guten Schlaf.

Kostya

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