So schön wie bei den Elben!

Große Asienrundreise 2007

Liebe Leserinnen und Leser,

man stelle sich vor, 15 russische, von weiter Fahrt gezeichnete Wohnmobile reisten durch Deutschland. Dann hielten sie an auf dem Land um dort zu nächtigen. Der Dorfbürgermeister trommelte seine Leute zusammen, die sich in Nationaltracht und mit Instrumenten, Gesang und Geschenken auf den Weg machten, um ihren Gästen aus dem Osten einen unvergesslichen Empfang zu bereiten, ihnen einige wunderschöne Stunden zu bereiten, Brot und Honig zu schenken und den Gästen alles Gute für die Weiterreise zu wünschen. Man stelle sich das einmal vor. Undenkbar, würdet ihr sagen? Ja, undenkbar, bei uns im Westen. Hier, wo wir im Osten zu Gast sind, ist uns Westlern genau dies widerfahren. So viel Herzlichkeit, dass es mir noch jetzt beim Schreiben eine Gänsehaut über den Körper treibt.

Wir erreichten nach unserer Ausfahrt aus Perm den kleinen 200-Seelenort Jarlym, wo die folgende Geschichte nun spielt. Unsere Fahrzeuge hatten wir auf der kaum befahreren Nebenstraße und dem Feld des Ortsvorstehers von Jalym geparkt. Am Abend hielt ich einen kleinen Vortrag über das Leben auf dem Land. Wie schwierig dies doch sei, wie wenig Perspektiven das Land den jungen Menschen biete und wer weiß was noch alles an Negativem.

Dann kamen sie, die fröhlichen, bescheidenen und aufrichtigen Menschen von Jalym und zeigten, was es an Positivem gibt. Im Dorf. Und im Leben überhaupt. Eine gute Schule für uns alle. Das Leben ist ein „Gestreiftes“, sagt ein wörtlich übersetztes russisches Sprichwort. Wir haben bisher viele weiße Streifen auf unserer Fahrt getroffen, einen ganz großen heute. Wir haben genossen, wie sie sangen und tanzten, wie sie aussahen und lächelten. Die jungen Mädchen in ihrer Tracht so schön anzusehen wie Elbenköniginnen in Tolkiens Herr der Ringe.

Am Abend versank der blutrote Sonnenball in der Weite des Westens, da wo wir hergekommen sind und auf dem Weg hierher schon so viele schöne Erlebnisse mitnehmen durften. Dafür sind wir einfach nur dankbar.

Anbei ein paar Fotos rund um unsere zurückliegende Zeit.

Woche III: So schoen

Baustellenpassage bei der Ausfahrt von Perm. Der Verkehr ist im nahen Umfeld von großen Städten immer sehr dicht.

Woche III: So schoen

Süße Maisflipps werden entlang der Strecke oft angeboten, meistens in XXXL-Beuteln, passend zur Größe des Landes.

Woche III: So schoen

Und wieder eine Baustelle. Die meisten Abschnitte sind aber asphaltiert und auf der Ostseite des Urals in besserem Zustand als im Westen.

Woche III: So schoen

Versacken geht schnell in Russland. Der Wegrand war weich, das Auto schwer. Ob wir den da wieder rausgekriegt haben? Auflösung im nächsten Bericht…

Woche III: So schoen

Die Lehrerin der Dorfschule (eine für mehrere Dörfer) hat die Kinder von Jalym zusammengetrommelt, sie singen für uns das Lied “Möge immer die Sonne scheinen!”. Auf Deutsch!

Woche III: So schoen

Die Buben staunen nicht schlecht über diese unsere Autos. “Häuser auf Rädern, so was gibt’s!”

Woche III: So schoen

Echte Druzhba, echte deutsch-russische Freundschaft! Kolja und Christian lauschen vereint dem, was hier gerade passiert.

Woche III: So schoen

Lieder singen, tanzen. Das ist ein Stück russische Seele, das verstehen und schätzen wir immer mehr.

Woche III: So schoen

Wir sind jetzt eins mit Russland, seinen weiten Landschaften, seinen Melodien, seinem Zauber

Woche III: So schoen

Und noch ein Lied! Sie sind nicht zu bremsen, die Landfrauen von Jalym.

Woche III: So schoen

Man(n) wird ja wohl mal träumen dürfen…

Eine märchenhafte Frühlingsnacht wünscht

Kostya

018 Mit Zeckenbiss und Vollgas in den anderen Kontinent
Schrieb ich nicht kürzlich, „Das Leben ist ein Gestreiftes“? …

016 Mit Presse und viel Tamtam in Perm
Russland ist ein fantastisches und einmaliges Reiseland…

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