Mit dem Reisemobil am Baikal – Ein Traum wird wahr!

Meine liebenden Mitträumenden!

Der Baikalsee und wir – das ist eine ganz besondere Geschichte – nein, es sind mehrere kleine, die ich euch nun erzählen möchte.

Die Anreise

Wir hatten uns vorgenommen, an einen der schönsten Plätze des Baikalsees zu fahren, auf die Insel Olchon, bekannt durch die ZDF-Reportage „Sterneflüstern“

Schon die Anreise war wunderbar. Der Asphalt okay, die Sonne lachte, die Landschaft traumhaft und mein Auto schnurrte die Berge rauf, war es nun doch um 7 Kilo leichter durch das fehlende Notebook.

Wir erreichten das Nadelöhr, die Fähre vom Festland auf die Insel Olchon. Die Fähre ist so klein, dass nur 4 unserer Autos drauf passen, im Idealfalle, versteht sich. Denn meist kamen Einheimische, die grundsätzlich Vorrang vor Fremdbesuchern haben, da die Fähre nur für die Versorgung der Insel gedacht ist.

Mit der Hilfe von Dina, meinen Überredungskünsten und denen von Ivan, unserem Begleiter auf der Insel, schafften wir es, Fähren außerhalb des Fahrplans zu ordern und standen am Abend alle auf der Insel.

Woche VI: Reisemobil am Baikal

Gasauffüllen ist in Russland kein großes Problem. Der Liter kostet ca. 20 Cent.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

„Ich war Offizier in der DDR. Ja, Hauptmann. War ne tolle Zeit in Dresden.“ Der Burjate beobachtete uns aufmerksam beim Gastanken. Alle sind hier sehr freundlich zu uns.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Kühe müssen auch mal tanken. Gemächlich trotten sie durch Tankstelle und queren die Straße. So gemächlich, dass man gut ausweichen kann.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Auch wir spenden an dem Schamanenpfahl, einer heiligen buddhistischen Stelle, eine Münze um die Götter wohlgestimmt zu halten.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Upps! Beinahe hätten wir die Reifendecke verloren, haben es gerade noch rechtzeitig entdeckt. Das mit den Göttern hat sich schon gerechnet.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Oje, die Warteschlange unserer Autos ist so lang. Und die Fähre so klein.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Warten auf die nächste Fähre. So lässt es sich aushalten.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Endlich ist die Fähre da. Wieder kommen drei von uns an Bord. Für ein kleines Trinkgeld, versteht sich.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Der Beginn einer ganz besonderen Beziehung zwischen Marta und unserer Gruppe. Marta ist die mit den langen Ohren. Sie gehört Ivan, unserem Partner für den Ausflug nach Olchon. Ivan lernt ihr noch kennen. Und Marta noch näher.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Da schwimmen sie nun, unsere Autos. Ganze 20 Minuten dauert das Übersetzen auf die andere Seite.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Im Cockpit der Fähre. Die jungen Kapitäne amüsieren sich über die merkwürdige Reisemobilfracht und freuen sich über den Zuverdienst.


Am Ziel: Panoramablick Baikalsee

Erst gegen 22 Uhr hatten wir alle Autos auf der Insel, wir blieben am Hafen stehen und fuhren am nächsten Morgen zu unserem Standplatz. Die Sonne strahlte und der Platz verzauberte uns. Schaut her, wie und wo wir einige Tage gestanden haben.

Woche VI: Reisemobil am Baikal

Das Wasser des Baikalsees ist unglaublich klar, man kann bis zu 30 Meter bis auf den Grund schauen.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Was für ein Standplatz. Ein Traum eines jeden abenteuerlichen Reisemobilisten.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Und was für ein Platz. Was für eine Freiheit.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Ja, Christian, das ist das I-Tüpfelchen. Mit gelber Gießkanne den Tank mit Wasser aus dem Baikal befüllen. Der Kerl hat einen Panoramablick wie es kein Hotel am See bieten kann.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Wäsche waschen, Leinen spannen, aufräumen oder einfach nur sonnen, die Ruhe genießen.

Woche VI: Reisemobil am Baikal
Woche VI: Reisemobil am Baikal


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Der Singvogel rammte im Tiefflug ein Wohnmobil und ist noch ganz benommen. Der arme Kerl kam bald wieder zu sich und flog davon.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Frühling auf Olchon. Alles steht in Blüte und duftet so frisch und würzig. Einfach herrlich.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Hitchcock auf Olchon. Die Möwen greifen mich bei der Küstenwanderung an. Ich bin wohl zu nah an deren Nistplätze geraten.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Abendstimmung am Baikal. Unbezahlbar schön.


Legenden und Schamanentanz

Woche VI: Reisemobil am Baikal

Wir bekamen Besuch von Valentin, einem echten Schamanen, der in der Nähe der Insel wohnt. Ein zivilisierter Schamane, der auch schon mal ins Ausland eingeladen wird.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Valentin ist ein besonderer Schamane und zeigt mit Stolz den 6. Finger seiner Hand.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Die Prozedur beginnt. Heilkräuter und Samen werden verbrannt. Der Rauch soll das Böse vertreiben


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Einatmen des heiligen Rauches, auch wir werden so von Bösem befreit.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Nachdem wir jeder Menge von Baikallegenden gelauscht haben, geht es an den Schamanentanz.


Heldentat! Baden im Baiiiikaaal bei 7 Grad!

Was wäre ein Baikalseebesuch ohne das Baden drin. Sascha, Werner, Freddy und ich haben uns zum öffentlichen Baden angemeldet, zuvor waren schon einige andere Mutige von uns drinnen. Schaut mal her:

Woche VI: Reisemobil am Baikal

Brrr, ist das Wasser kalt. Juni und nur…


Woche VI: Reisemobil am Baikal

…6-7 Grad. Da zieht sich einiges zusammen. Auch bei echten Männern wie..


Woche VI: Reisemobil am Baikal

…uns. Es war herrlich erfrischend. Einfach cool im buchstäblichen Sinne.

Woche VI: Reisemobil am Baikal


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Klar, dass auch Sergej drinnen war. Baikalwasser weckt den Bär im Mann.


Marta muss mit!

An dem einzigen bewölkten Tag auf Olchon planten wir eine Exkursion über die Insel mit Ivan und seinem Team, bestehend aus vier seiner Freunde, einem urigen Allradbus und der Hündin Marta.

Woche VI: Reisemobil am Baikal

Um den Bus nutzbar zu machen, wurde erst mal einiges herausgeräumt.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Drinnen fanden wir Platz. Noch nicht ahnend, auf was für einen Ritt wir uns da eingelassen haben.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Marta muss mit, na klar. Ivan trägt den mit Überbreite und Überlänge versehenen Hund hinein.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Dann sitzt Marta vorne, uns stets im Blick.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

„Nein, Marta, du kriegst nix!“


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Aber nur ein Unmensch könnte so einem Blick widerstehen. Marta kriegt, was sie will.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Und hat mich dann ganz lieb


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Burjatische Frauen empfangen uns zu Beginn der Exkursion.

Woche VI: Reisemobil am Baikal


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Christian lässt die Oma, wie sie alle hier die alte Frau nennen, an seiner Pfeife ziehen.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Oma sagt sich: „Das Ding schmeckt, ist gekauft.“ Wir haben alle Mühe, die Kaufabsichten nicht zu realisieren.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Große Bäume trotzen den strengen Küstenwinden an der Westseite der Insel.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Der Omul ist eine endemische Fischart, die nur hier am Baikal vorkommt und schon seit Jahrhunderten seine Bewohner ernährt hat. Ivan zeigt uns, wie Räucherfisch gemacht wird.

Woche VI: Reisemobil am Baikal


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Heiße Lady am Ende der Insel. Es ist der abgelegenste besiedelte Punkt der Insel. Das Plakat rührt von dem Leiter der Wetterstation, der bald seinen französischen Freund zu Besuch erwartet. Letzterer hat gerade eine schmerzhafte Scheidung hinter sich. Das Plakat soll seine Laune wieder verbessern. Und wird es wohl auch.


Die Bustour führte uns über die ganze Insel bis fast an die Nordspitze. Die Wege waren fast nicht zu bewältigen, wir flogen im Bus hin und her, hatten aber mit Marta viele lustige Momente.

Der letzte Abend auf Olchon rückte unerbittlich näher. Viel zu schnell war die Zeit herumgegangen.

Woche VI: Reisemobil am Baikal

Stimmt was nicht mit Freddys Motor? Nein, nur ein kleiner Riss im Blech, wir schweißen das Ding noch auf der Insel.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Eine burjatische Familie hat uns einen Hammel auf vielseitige Art und Weise vorbereitet. Hat wirklich lecker geschmeckt.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Jana singt voller Inbrunst uns zum Abschied Lieder, die unter die Haut gehen.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Abschied nehmen tut weh, Marta und ich hatten sich schon fast aneinander gewöhnt.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Ja, auf Olchon war es wunderbar, ein echtes Highlight fürs Leben.


Woche VI: Reisemobil am Baikal

Am Morgen gab es Regen, der Boden war tief. Der ein oder andere musste von dem ein oder anderen herausgezogen werden. Ich zog mit meinem Ford die beiden Allradfahrzeuge aus dem Sand – oder war es doch umgekehrt?


Bleiben wir bei der Wahrheit. Mit Ach und Krach sind wir von der Insel gekommen, die Straßen hatten sich durch den Regen in glitschige Pisten verwandelt. Die Fähre brachte uns sicher ans Festland und noch am Nachmittag starteten wir Richtung Baikal Ost, wovon ich euch demnächst erzählen werde.

Alles Gute

Kostya

Nach Oben - professionelll geführte Wohnmobilreisen in die GUS, China und Iran - Abenteuer Osten