Aufgebrochen – Die Fotos weg – Es tut so weh!

Liebe Leser!

Wie ihr alle gemerkt habt, fehlen die Fotos. Das hat einen traurigen Grund. Nachdem wir Irkutsk erreichten und unsere Fahrzeuge im Stadionrund von Dynamo Irkutsk platziert hatten, Sport trieben, wussten, dass auch Freddy und Myrtha die Moerderstrecke gut ueberstanden hatten, einfach ausgelassen waren, kam die Nacht. Alle schliefen, ich schrieb und bereitete die Internetreportage und den naechsten Tag vor.

Um zwei Uhr lockte man mich mit einem Vorwand aus dem Auto, ich dachte, den unsrigen helfen zu muessen. Dabei wurde in mein Auto eingedrungen und das Kostbarste entrissen. Der Computer, auf dem ein grosser Teil der Fotos war. Ohnehin durch die Pannenserie der letzten Tage voellig uebermuedet, verfiel ich in eine Mischung aus Depression, Schock und Lethargie. So viel Muehen umsonst, ich, der alle warnt vor Zecken und Dieben, werde von beidem heimgesucht. Weine nun innerlich und kann mir nicht verzeihen, nicht eine Sicherheitskopie der letzten 14 Tage gemacht zu haben. Wir waren durch die verdammten Pannen einfach zu sehr ausgelastet, sonst haetten wir vielleicht…. Haetten – wenn – wuerden – das interessiert niemanden mehr.

Habe verzweifelt versucht, ueber Polizei, Buergermeister und Presse (es waren drei TV-Sender und alle Irkutsker Zeitungen da) an die Diebe zu appelieren uns das Geraet oder die Daten doch zurueck zu geben, auch ohne Strafe. Habe eine Belohnung von 150.000 Rubel im Fernsehen fuer das Geraet ausgelobt, so wichtig sind mir die Daten. Zu allem Unglueck bekam ich noch den falschen Typ des Rechners per sms mitgeteilt, sodass nun alle Irkutsker ein anderes Modell suchen. Oh, das tut wirklich weh, mein bisheriger persoenlicher Tiefpunkt der Reise.

Ihr seht, ich schreibe nichts ueber Land und Leute, hoffe, dass ich konditionell wieder auf die Beine komme, schliesslich war ich die letzte Nacht nur in Polizeistationen, hatte, ohnehin schon uebermuedet, gar keinen Schlaf und fuehle mich nun so mies. Dies Zeilen fallen mir schwer, auch der finanzielle Verlust ist fuer mich betraechtlich. Das Schicksal meint es gegenwaertig nicht gut mit mir, – auch mein Haenger ist nun in der Werkstatt gelandet und muss bearbeitet werden, aber ich denke, das geht vorbei. Wir wollen morgen zum Baikalsee, 5 Tage Ruhe und dann werde ich neue Kraft sammeln.

5 Tage ohne Nachrichten, wir wollen auf die wunderschoene Insel Olchon des riesigen Sees reisen. Dort wollen wir einmal alleine sein.

Euer Kostya

PS: Freddy und Myrtha sind gerade bei uns angekommen, wir sind nun wieder komplett. Alle am Baikalsee.

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