Einmal über den chinesischen TÜV…und dann ab durch das Reich der Mitte!

Der zweite Tag in China fängt früh an, wir sind alle um fünf wach, gestern morgen waren wir ja noch drei Zeitzonen in Russland voran.

Der Vormittag gehört den chinesischen Behörden, unsere Autos brauchen TÜV. Die TÜV-Hallen – topmodern ausgestattet – sind die nächsten Stunden mit uns beschäftigt. Ausgiebig werden nur die Bremsen geprüft, alle bestehen ohne Probleme. Am besten können es wieder die Fotos erzählen. Bitte schön!

Allein der Weg zum lokalen technischen Überwachungsdienst war die Angelegenheit wert. So weit vom Schuss wird man normalerweise nur zum Ausrauben gebracht. Es ging vorbei an verschiedene Werken, so auch einem Sägewerk, dass durch überladene Traktoren versorgt wird.


Der Pössl auf dem Prüfstand. Puh, Glück gehabt, bestanden. Die doppelt gerissene Scheibe im Sichtfeld stört hier keinen.


Einer nach dem anderen muss nun durch den TÜV. Die gannze Prozedur dauert Stunden.


Unsere Männer fachsimpeln. Auf dem chinesischen Führerschein steht C1, einige haben aber C und einer hat ein über 7,49-Tonnen-Fahrzeug.


Endlich die Ausgabe der chinesischen Nummernschilder. Schade, seit dem 1.Juli werden die Nummernschilder auf Pappe ausgegeben und nur noch in die Windschutzscheibe gelegt. Wir häten uns gerne ein echtes drangeschraubt.


Geduld, Geduld! Jedes Auto unserer Resiemobilbande kommt an die Reihe. Keiner wurde vergessen, nur mein Führerschein läuft heute schon wieder aus. Pech, ich muss morgen einen neuen besogren lassen.


Am frühen Abend geht es endlich los. Die erste Etappe steht an. Die Ausfahrt aus der Stadt geht glatt, man bestaunt uns als ob wir aus Europa kämen. Oh, kommen wir ja auch…


Die erste Mautstation, wir müsen stolze 2 Euro pro Auto für ca. 50 Kilometer Bundesstraße berappen. Machen wir gerne bei solch tollen Straßen.


Zu Beginn der Dämmerung verlassen wir die Schnellstraße. Noch einmal Maut bezahlen, dann geht es rein nach Janji. Janji ist ein größeres Dorf, hat nur 400.000 Einwohner! Wie Bitte? Ja, für chiniesische Verhältnisse ist das ein Dorf. Unter einer halben Million Einwohner redet man nicht von einer Stadt.


Ankunft in der Dunkelheit, es ist 19.30, wird aber aufgrund der Tatsache, das China nur eine Zeitzone hat und wir uns im äußersten Osten befinden, sehr früh dunkel.


So sieht unser Standplatz am folgenden Morgen aus. Es ist ein Schulhof von Janji. Der Versuch, hier Geld zu wechslen, scheitert in der Bank of China mit der Aussage der Managerin: „Kann man bei euch in jedem Dorf einfach Bargeld tauschen?“ Recht hat sie, die forsche Dame. Ich bin wohl noch nicht ganz angekommen im Reich der Mitte.Vielleicht gelingt mir das im nächsten Bericht.


Wan an, Guten Abend

Kostya

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