On the road again! Und gleich voll rein ins Leben!

Ja, ich weiß, ihr lieben Wartenden, auch ihr habt schon Entzugserscheinungen, Genau wie wir. Was war das schön, wieder den Riemen auf die Orgel zu werfen und in der eigenen Wohnung auf Rädern durch das Reich der Mitte zu brummen. Genug der Worte, hier sind die Fotos, wir tauchen gleich richtig ein ins pralle Leben.

Der letzte Abend in Peking. Das Hotel He Ping Li verabschiedet sich bei uns mit einem besonderen Essen. Wir sagen Vielen Dank, weil das Hotel uns in allen reisemobiltechnischen Fragen unterstützt hat und wir den Hinterhof des Hotels für 14 Tage mit unseren Fahrzeugen belegten. Und alle Autos unversehrt waren, als wir von der Rundreise wieder kamen.


Helmut hat Geburtstag ausgerechnet am Tage der Abfahrt. Das Hotel hat eine Torte besorgt, wir haben uns anschließend um die selbe gesorgt. Weg war sie, genauso wie Helmuts Frau, die ihn nun für 16 weitere Wochen allein durch die Welt tigern lässt.


„Fahre nicht müde“. Viele der Warnschilder auf den Autobahnen sind auch mit englischem Text unterlegt. Aber egal in welcher Sprache…


…helfen tut es wohl nicht viel. Müde LKW-Fahrer liefern sich noch müdere Elefantenrennen – meist mit 5 km/h auf den linken Spuren. Wie gut, dass man da auf rechts, gerne auch auf dem Standstreifen überholt.


Bitte die Autos nicht überladen. Das gilt auch für Heidi und Thomas, denen man das Gewicht im Gegensatz zum Nachbarn aber nicht anmerkt…


Hopperla, ist der Eisenträger zu lang oder der LKW zu kurz? Auch hier darf man von leichter Überladung sprechen.


Immer wieder ein Genuss, wenn wir mal nach dem Weg fragen. Dutzende Menschen laufen zusammen, erklären und bestaunen die Langnasen so, als ob es Reisemobilfahrer aus einem anderen Kontinent wären…


Endlich wieder Blumen. Wilde Blumen. Nicht so prall wie in Russland, aber immerhin wild. Nach viel Städten und viel Dunsthimmel tut das einfach wieder gut.


Halt! Ich habe nicht ein andere Reiseteilnehmer übernommen und veranstalte auch keine geführte Kohlendreirad-LKW-Rundreise. Die Fahrer der Lastfahrzeuge haben gerade Mittagspause und ihr Arbeitsgerät am Straßenrand abgestellt.


Verdammt! Wir haben ein größeres Problem. Helmuts Reisemobil hat drei abgescherte Radhaltebolzen zu verzeichnen. Vor Ort wird einer der gebrochenen Bolzen ausgebohrt und ein Bolzen vom Vorderrad nach hinten genommen. Drei müssen bis in die Stadt reichen, oder?


Nichts geht mehr. Stau auf chinesischen Autobahnen ist immer äußerst unterhaltsam.


Schnell interessieren sich die Wartenden für Pössl und Co.


Schnell werden Freundschaften geschlossen. „Ich warte noch 12 Jahre, dann darf ich das Mädel heiraten.“ O-Ton Sascha, der die aufgeweckte junge Chinesin einfach ins Herz geschlossen hat. Nachvollziehbar, oder?


Der wartende Bul.. äh Polizist signalisiert: „Noch geht es nicht weiter!“ Aber das stört uns nicht.


„Auf Wiedersehen Deutschland“ schmettern die Polizisten über ihre Lautsprecher raus und geben die Autobahn wieder frei.


Weiter geht es auf Chinesisch. Rechts die Schnellen, links die Schnecken. Warum das so ist, können wir nicht erklären. Die Polizei macht einfach nichts, auch wenn sie überall präsent ist und Rechtsfahrgebot herrscht.


Verdammt, Horst! Gegen diesen starken Schlitten hat dein Bock einfach keine Chance.


Ja, Freddy! Tanken in China kann richtig Spaß machen. Die Tankwärtinnen sind lieb und Myrtha für einen Moment weit…Aber auch lieb!


Schnell hat es sich auch an dieser Tankstelle herumgesprochen. Langnasen! Alle kommen schnell zum gucken. So schnell, dass dem jungen Mann keine Hose mehr angezogen werden konnte. Um nicht die ganze Pracht abbilden zu können, greift ein anderer Neugieriger zu und zieht. Damit das Foto rein bleibt. Und es hat geklappt. Der Schnappschuss ist astrein.


Chinas Energiehunger ist immens. Immer wieder fahren wir an riesigen Kohlekraftwerken vorbei.


Sasche kauft sich ein riesiges Porzellanei. Obwohl wir dafür überhaupt keinen Platz haben. Unmöglich!


Aber das kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Ich kaufe etwas größeres. Einen lachenden Buddha. Der so groß ist, dass er nun Tagsüber im Bett vom Pössl schläft und Nachts die Stellung auf der Sitzbank hält. Wir sind bisher ein gutes Team.


Chinesen lächeln immer. Auch auf dem Motorrad mit Frau und „gesandwichten“ Kind.


Einmal bitte Volltanken! Das Cabriodreirad ist „reduced to the max“


Wenn ein Gottfried einsteigt, schauen mindestens ein halbes Dutzend Chinesen zu.


Und wenn das Pösslteam ein Problem hat, sind ein Dutzend Augenpaare schnell zur Stelle. Was wir für ein Problem haben? …


Auch die smarte Chinesin beobachtet das Spektakel.


…Es ist wieder mal der Hänger, der jetzt, wo die Straßen gut sind, schwächelt. Ein bisschen Schweißen hier und da, dann geht es weiter. Kostenpunkt der halbstündigen Schweißarbeit: 59 Yuan, umgerechnet 5 Euro.


Die Landschaft ist abwechslungsreich genauso wie das Geschehen auf und entlang der Straße.


Aus Lehm erbaute Häuser stehen immer wieder links und rechts der Straßen. Die darin wohnenden Menschen sind bettelarm.


Vor der Einfahrt in die Stadt – hier bekommen wir unsere Standplätze zugewiesen – sammeln wir uns und fahren im Perlenschnurkonvoi. Den überwiegenden Teil der Strecke fahren wir aber jeder nach seinem eigene Credo.


Rein in die Städte, die oft von Radfahrern aller Art durchdrungen sind. Alles fließt, irgendwie.


Der Standplatz hat den Award für den Hässlichsten unserer Tour verdient.


Wo wir eigentlich sind? Nun, in der autonomen Region Innere Mongolei, die wir die nächsten Tage durchfahren werden. Als kleine Lesehilfe sind neben den chinesischen Schriftzeichen auch die mongolischen darauf. Na dann haben wir ja keine Probleme mehr.


Ihr seht, uns hat das Reisen mit dem Wohnmobil gefehlt. Einige von uns leiden noch ganz schön unter der fetten Erkältungswelle auf der Rundreise. Aber auch das kriegen wir wieder hin.

Schon bald folgt der nächste Bericht, prall von Erlebnissen, Späßen und Schrecken. Nun aber ab in die Falle

Kostya

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