Hitzewelle in Shanghai!

Vom Flug aus blicken wir auf die Wohn- und Schlafviertel der Stadt Shanghai, nichts ahnend, wie heiß und feucht es da draußen ist.


Budong, der neue Teil Shanghais. Wir blicken von der Uferpromenade auf die andere Seite.


Schweizer Schweißperlen – entstanden nur durch die bloße Existenz. Die Temperaturen sind schon früh ganz weit oben, 10 Uhr Morgens sind es weit über 30 Grad.


Heiß ist auch die Art und Weise, wie die Stadt verkabelt ist. Wer da noch klar kommt?


Wenn Shanghais Zweiradfahrer mal rot bekommen, sammelt sich ein stolzer Knäul an der Kreuzung.


Unterwegs in der touristischen Altstadt. Die Geschäfte sind voll und vor allem voll klimatisiert. Die Wechsel zwischen kalt und heiß sind der Hammer.


Asiatische Fernostatmosphäre im Jü-Garten von Shanghai. Was auf diesem Foto nicht so gut zur Geltung kommt, ist die mittägliche Temperatur.


Die zwei Herren sind nicht ins Wasser des Jü-Gartens gefallen. Sie sind bei 40 Grad im Schatten und purem Urwaldklima kräftig ins Schwitzen gekommen.


Mein Sohn Eugen kommt endlich mal voll auf seine Kosten. Füttern der Kois in der Gartenanlage macht einen Riesenspaß. Das Geschmatze der Fische werden wir noch lange in den Ohren behalten.


Bewegende Begegnungen. „Warum ist der Mann so arm?“ fragt sich Eugen. Die Unterschiede zwischen Armut und unfassbarem Reichtum sind riesengroß, die Wohnabstände zwischen Gewinnern und Verlierern gehen fließend ineinander über.


Akrobatikshow in Shanghai ist etwas vom Allerfeinsten.

Endlich einmal echte Kerle zu sehen, die Frauenherzen höher schlagen lassen müssten, oder?


Shanghai bei Nacht ist ein Erlebnis der besonderen Art. Heiß ist es in der Luft nach wie vor, die Temperaturen liegen kaum unter 30 Grad. Das Nachtleben ist umwerfend, die Stadt steht für das neue China mit unersättlichem Energiehunger, der befriedigt werden will. Stolz erzählt uns der lokale Führer, dass mittlerweile auch bei Hitzewellen wie der jetzigen neben den voll laufenden Klimaanlagen die Illumination der Stadt bei Nacht nicht wie früher abgestellt werden muss. Geld für Strom gibt es genug im neuen China.


Gigantomanie live! Wir stehen neben einem der höchsten Gebäude von China und damit der ganzen Welt.


Von oben sieht die Welt so aus. Der Boom ist unübersehbar, aber wie gesund, wie solide ist er wirklich?


Blick von oben in die Lobby des Hyatt-Hotels. Oberhalb der Lobby erkennt man die einzelnen Flure der Büros. Bau- und Mietpreise haben hier astronomische Ausmaße angenommen. Der Immobilienmarkt ist erhitzt wie das gegenwärtige Wetter. Eine heiße Blase, die irgendwann platzen wird.


Neben dran wächst gerade ein zweiter Turm, noch höher, noch schneller, noch besser! China ist da auf der Weltbühne, das ist uns alle klar.


Und wie sie da sind. Gerade bewundern wir den einfahrenden Transrapid.


Draußen rauscht die Landschaft vorbei, selbst die Autos auf den Autobahnen scheinen zu stehen.


404 Kilometer pro Stunde. Wir sind schon wieder am abbremsen. Zeitweise glitten wir mit 430 Sachen durch die Außenbezirke Shanghais. In weniger als 8 Minuten erreichten wir den über 30 Kilometer entfernten Flughafen der Stadt. Man muss also ins südöstliche China reisen, um diese deutsche Technologie zu erleben.


Der Flughafen von Shanghai ist futuristisch gestaltet. Hier sind alle die unterwegs, die Glück im Leben gehabt haben. Vergessen wir nicht, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung Chinas sich niemals ein Flugticket leisten können wird.


Die andere Seite der Metropole. In den Seitengassen und Hinterhöfen leben die Menschen ungemein bescheiden und einfach.


Und trotzdem wirken viele auf den ersten Blick zufrieden mit ihrem Leben. Es ist die chinesische Mentalität, die dies ermöglicht, denke ich. Die einfachen Menschen haben die Zeit, die Gelassenheit und das große Herz und sind damit vielleicht reicher als wir es je verstehen können.


Eugen besucht voller Begeisterung den Haustiermarkt. In jedem der kleinen Körbchen ist eine zirpende Heuschrecke. Ein ohrenbetäubendes und beeindruckendes Spektakel.


Das letzte Bild von meiner Familie. Die Rundreise ist mit Shanghai zu Ende gegangen. Wir sind in der Nacht per Expresszug zurück nach Peking gefahren. Dort heißt es in Windeseile packen, dann rein ins Taxi und ab zum Flughafen. Nun muss ich noch einmal fast 100 Tage ohne meine Lieben und dafür mit ganz viel Arbeit zurechtkommen. Einer der knallhärtesten Jobs der Erde hat mich wieder.


Für uns heißt es zurück ins Reisemobilistendasein. Dieses Reiseformat liegt uns mehr als das Pauschaltouristendasein. Trotzdem haben wir jede Menge Interessantes gesehen und wollen dies auch nicht missen. Erholt haben wir uns zweifelsfrei nicht auf der Rundreise, die Temperaturen haben einem manchmal die Schuhe ausgezogen.

Dazu kam eine Runde Erkältung für fast jeden von uns, einige sind nun noch immer nicht auf dem Damm. Ich halte also die Luft an und hoffe, dass wir das irgendwie wieder schaffen. So wie auch die schlimmen Straßen in Russland und die bürokratische Hürde an der russisch-chinesischen Grenze. Das Abenteuer geht weiter und ihr, liebe Mitfiedernden, haltet uns nun wieder ganz fest die Daumen.

Kostya

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