Zurück in die Berge

Liebe Leser, Ihr habt vielleicht eine Geduld. Aber ich habe eine doppelte Entschuldigung. Erst waren die Bilder nicht da und dann dafür die Kinder.


Ja, so sieht er aus, unser Nachwuchs und ganzer Stolz. Zwei wunderschöne gesunde Mädchen! Mein persönlicher Tipp als Zwillingselternvortest: Man leite 3-4 Gruppenwohnmobilreisen durch Asien. Danach ist man entweder für immer erledigt oder erledigt den Job sogar als Vierlingsmanager.


Ob ich jetzt raus bin aus dem Reiseleiterkarusell? Nein und nochmals nein!!! Bis Sommer stehen nur Recherche- und Vorbereitungsreisen an – aber dann brechen wieder alle Dämme. Russland Nord, und dann folgt ab Herbst die Weltreise. Nun zurück zur Asienreise, die nun etwas „live-versetzt“ für euch naherlebt werden kann. Besondere Jahre erfordern besondere Maßnahmen…


Die Route ist und bleibt der Hammer. Kann ich allen nur wärmstens empfehlen. Jetzt sind wir in den kirgisischen Bergen angekommen, wie die Tagesaufzeichnung des Gogomobils beweist.


Ja, ihr seid starke Jungs. Schön brav draußen rauchen, Sascha, nicht wahr? …


Kamele auf über 3000 Metern bei knackigen Temperaturen? Richtig, Kamele halten viel Kälte aus. Ganz Mittelasien hat kontinentales Klima mit heißen Sommern und eiskalten Wintern. Da den Kamelen die Flügel für den großen Ortswechsel in den Süden fehlen, bleibt nur eins: Aushalten!


Arthurs Meeting in Taschrabat, unserer zweiten Nacht in Kirgistan. Der starke Junge ist nun zweimal ohne Unterbrechung auf der Tour und kennt den mittelasiatischen Abschnitt damit besser als der Alte… ääähh Kostya.


Taschrabat ist eine alte Karawanserei, mitten in einem Bergtal auf einem alten Nebenweg der legendären Seidenstraße. Einmal muss man über die Berge, wenn man aus China kommt und in die riesigen Nordebenen Nordasiens will.


Selbst im Sommer kann es hier heftig schneien.


Wildwest in Mittelost. Die Straßen in Kirgistan sind für solche Fahrzeuge wie geschaffen.


Jujheee- frei! Emil, unser Landesguide für Kirgistan ist richtig gut drauf. Ja, nach den Streckenreglementierungen in China haben wir in Kirgistan dir grooooße Freiheit. Angemerkt sei, dass wir auch in China frei sind. Verhältnismäßig. Auf jeden Fall freier, als jeder andere Autotourist auf der Welt. Na, dann….


Was sagte ich gerade von großer Freiheit? Ja, stimmt wirklich. So weit, so schön sind unsere Standplätze in Kirgistan.

Unsere zwei Teamfahrzeuge, die die gesamte Tour begleiten. Der Ford ist irgendwie schon das X-Mal auf dieser Tour, hat seine über 200.000 Kilometer nur im wilden Osten erfahren. Cool, was?

Das ist auch der lebend-fahrende Beweis, dass selbst Innenausbaubilligheimer echt viel aushalten. Der Spruch „Uhhch, nach so ner Reise kannstde dei Kist wegwäffe“ ist ein Blödsinn.

Schaut her, unser Ford reiste von 2006 bis 2009 mit Anhänger (2007 selbst den Pamir; verschwiegen wird dabei, dass er dabei teils gezogen werden musste…) und seit 2010 ohne Anhänger durch den wilden Osten. Und das als Mannschaftsauto mit Leuten, wild wie nordrussische Bären und fernöstliche Tiger. Kurzum – Leute, habt nicht so viel Angst um eure Autos. Erstens ist es eh nur aus Blech und Kabeln und Möbeln, zweitens hält es mehr aus als manch einer denken mag. Noch ein kleiner Tipp am Rande: Wer ganz viel Angst um sein Wohnmobil hat, fährt am besten damit, indem er nirgendwohin fährt…

Zwei Männer, vier Beine, ein Auto und bald kein Problem. Es gibt fast niemanden auf Gruppenfernreisen, der nicht auf die Hilfe seiner Kollegen zurückgreift. Definitiv ein starkes Argument. Zusammen ist man stärker – keine Frage!

Auf dem Weg in den Süden Kirigstans, vorbei am wunderschönen Toktogulsee.

Und es hat etwas Beruhigendes, hier nicht alleine zu stehen. Obwohl Kirgistan ein sicheres Reiseland ist.

Ja Arthur, ich weiß, dass du dich hier wohl fühlst. Sie sprechen wieder deine Sprachen, es ist fast ein Heimspiel für dich. Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft für den Weg durch aäääh Turkestan.

Da ist sie schon, die nächste große Hürde. Wir verlassen Kirgistan, reisen nach Usbekistan ein. Jetzt heißt es, cool zu bleiben. Wer die Nerven und Geduld an so einer Grenze verliert, kann echt Stress bekommen und andere in Schwierigkeiten bringen. Kirgistan und Usbekistan sind sich nicht grün. Es dürfen nur Ausländer über diese streng bewachte Grenze hinweg. Daher halte ich euch fest die Daumen. Stark und geduldig und gelassen sein. Übrigens ein Rezept, mit dem das ganze Leben einfacher wird.

Cheers

Kostya aus der Weite mit echten Gefühlen für eine der schönsten und gleichzeitig politisch kompliziertesten Regionen der Welt

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