Die Schätze auf dem „Goldenen Ring“: Nowgorod, Sergiew und Susdal

Liebe Freunde daheim und unterwegs,

„Welikie“, das „große“ Nowgorod ist eine sehr alte Stadt. Die ältesten Kirchen sind schon über 500 Jahre alt.

Sie liegt entlang alter Handelswege. Somit wurde hier seit jeher Handel betrieben. Für den Städtebund der Hanse war Nowgorod einer der östlichsten Außenposten. Die deutschen tauschten hier zum Beispiel Weizen, Stoffe, Gewürze und andere Luxuswaren gegen Bienenwachs, Honig und kostbare Felle ein.

Der Brunnen ist ein Geschenk des Hansetages an die altehrwürdige Stadt.

Peter läßt sich am Ufer mit einer Touristin ein. Hier sieht man von der Fußgängerbrücke die Kremlmauer.

Hier im Novgoroder Kreml wurde 1862 das National-Denkmal 1000 Jahre Russland aufgestellt, das uns von unserer deutschsprachigen Führerin ausführlich erklärt wurde. Danach besichtigten wir auch die berühmte Sophienkathedrale mit dem christliche Geschichte erzählenden aus Erz gegossenem Portal.

Im Inneren der Kirche wurde von den Frauen wieder erwartet, ein Kopftuch zu tragen, wie es diese züchtige junge Dame tut, die gerade einen Gebetszettel ausfüllt.

Für die russischen kleinen Besucher gab es gar einen Guide im klassisch russischen Gewand.

Nach der Besichtigung von Nowgorod mit Kreml und Glockenturm…

…fuhren wir weiter zum kleinen Ort Waldai, wo das Team im weiten Rund des Fußballstadions die Einfahrt nach Sergiew Posad erläuterte.

Vorbei an Feldern, Wiesen Seen und Sümpfen fahren wir durch Russland. Viele der traditionellen Holzhäuser sind nur noch in den Sommermonaten, sozusagen als Datsche bewohnt.

Viele Baustellen und der damit verbundene Stau signalisieren, daß fleißig weiter am Ausbau des Strassennetzes gearbeitet wird.

Nach der Ankunft gibt’s bei unserem Stellplatz am Badesee Freilichtkino. Wir sehen einen interessanten Reisebericht, der viele unserer Stationen beinhaltet.

Mit unseren Wohnmobilen würden wir an der vielbesuchten Klosteranlage alles verstopfen, also werden wir vom See mit dem Bus dahin gefahren. Auch hier viele viele Reisegruppen, aber Vera, unsere deutschsprachige Führerin auch für Moskau, navigiert uns ruhig und gelassen durch das Gelände.

Innen bestaunen wir die goldene Pracht und zahlreiche Fresken mit biblischen Motiven.

Draussen ist es einfach unmöglich, alles auf einmal aufs Bild zu kriegen.

Noch ein Erinnerungsfoto vor Postkartenmotiv, und weiter geht’s zum nächsten Schatz des „Goldenen Rings“ um Moskau: Susdal.

Auf dem gut ausgestatteten Campingplatz machen wir uns fertig und erkunden zunächst zu Fuß das romantisch in der Landschaft eingebettete historische orthodoxe Glaubenszentrum mit den Kirchen, dem Kreml und dem Kloster.

Auf dem Gelände des Freilichtmuseums kann man eine klassische Holzkirche besichtigen und das bäuerliche Leben der einfachen Leute vergangener Jahrhunderte erahnen.

Der Stadtrundgang wird im Zentrum der Stadt abgerundet durch die Verkostung von verschiedenen Honigweinen, genannt „Medowucha“. Es gibt sie in Geschmacksrichtungen von süß über herb, bitter und mild bis scharf.

Weil hier so viel Architektur und Geschichte versammelt ist wie in Deutschlands Rothenburg ob der Tauber, gibt es eine Städtepartnerschaft.

Am Abend genossen wir noch ein russisches Spezialitätenessen und ließen uns von dem Volksensemble USLADA verzaubern. Einige haben am Schluß begeistert mitgetanzt.

So geht unser Besuch in der alten Hochburg des Glaubens zuende.

Moskau empfängt uns mit Stau auf dem Prospekt Mira auf dem Weg zu unserem Stellplatz im Sokolniki-Park, wo schon viele Plätze von chinesischen Womos besetzt sind, die nach einer Europarundreise schon wieder auf dem Rückweg sind.

Wir aber stürzen uns voll Vergnügen ins Gewühl der Großstadt. Davon mehr im nächsten Bericht!

von Oleg, Vitaly, Anatoli und Holger.

003 Eis in der Hauptstadt – Schaschlik auf der Wiese
Den Stadtrundgang begannen wir am Platz vor dem…

001 von Tallin nach St. Petersburg
Da das Wetter recht unsicher schien, verlegten wir das…

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