Vom Altai zum Tian Shan

Liebe Reisefreunde und Abenteurer,

Auf dem Weg zur russischen Grenze halten wir an einem kleinen See. Sofort sind die mongolischen Kinder da, die unsere Womos bestaunen. Auch wenn es da Sprachbarrieren gibt, kommt man leicht ins Gespräch.

Am “Schlagbaum” wird hintereinander geparkt und so auch gleich übernachtet. So stehen wir morgens, wenn der Grenzübergang geöffnet wird, gleich als erste zur Abfertigung bereit. Alles klappt problemlos und in wenigen Stunden sind wir wieder in Russland.

Kurze 80 km nach der Grenze (in Russland mit seinen Entfernungen darf man das ruhig sagen) ist unser Stellplatz in einem kleinen malerischen Tal. Direkt vor dem Stellplatz gibt es noch eine kleine Quelle an der Straße, wo wir das herrliche Wasser trinken und natürlich auch die Wassertanks füllen können. Am Abend wird gemeinsam gegessen. Das Team hat einheimische Helfer vor Ort, die mit allem, was nötig ist, „anrücken“.

Heute steht ein Ausflug mit kleinen geländegängigen Fahrzeugen, russischen UAZ, auf dem Programm. In der Nähe von Kosch Agatsch geht es ins umliegende Gebirge mit seinen schroffen Felsen, steilen Hängen und vielfarbig zauberhaften Tälern. Der russische Altai ist jede Reise wert, egal ob Naturliebhaber, Reiselustiger oder einfach Genießer.

Unterwegs zum nächsten Stellplatz vor Gornoaltajsk geht es durch beeindruckende Täler. Hier gibt es Natur pur.

Wer hier Rast machen möchte, findet den einen oder anderen Platz, einen schöner, als den anderen.

Weiter geht es durch den schönen russischen Altai. Hier wurde im trockenen Winter schon mal eine Tiefsttemperatur von – 62°C gemessen. Bei der kleinen Stadt Inja mündet die Tschuja mit ihrem grauen Gletscherwasser in die Katun. Rafting-Touren sind hier auch möglich.

Der weitere Stellplatz liegt auf einer Wiese zwischen dem Speiseraum und der Freilichtbühne eines ehemaligen Erholungslagers aus Sowjetzeiten. Direkt am Ufer des Flusses Katun, der hier schon einige Hundert Meter breit ist.

Aus der Ferne sieht es aus wie eine kleine Stadt. Mit ihren Zäunen und Türmen. Wenn man genau hinsieht, sind es Friedhöfe, die immer außerhalb der Ortschaften liegen.

Es ist wieder soweit und es gibt wieder was zu feiern: Ein Teil der Gruppe sind Schweizer und heute ist der 1. August! Das Wetter ist gut und der Platz im Grünen bietet sich zum Grillieren an. Fleisch wird bei lokalen Anbietern frisch geordert. Bei der Zubereitung kommen dem Team noch gern gesehene Helfer zu Hilfe.

Idyllisch zwischen Bäumen machen wir Rast in der Hauptstadt der Provinz Altajskij Kraj, Barnaul. Da die Stadt nicht viel zu bieten hat, wird eingekauft und Autos repariert.

Weiter geht es von Barnaul Richtung Kasachstan. Kurz vor der Grenze findet unsere letzte Übernachtung der 2. Russlanddurchquerung statt. Auch wenn die Landschaft manchmal auf den ersten Blick eintönig erscheint, sind die Bewohner, wie hier eine Herde Pferde, umso schöner. Immer wieder am Straßenrand zu sehen sind die typischen kleinen Dörfer, die manchmal nur 10-12 Häuser zählen.

Nicht nur wir mit unseren Wohnmobilen ziehen weiter auf unserer Route durch Asien. Auch viele Vögel sammeln sich jetzt zu größeren Gruppen, um Richtung Süden in ihre Überwinterungsgebiete zu fliegen. Hier sind es die Rot- und Schwarzmilane.

Das Passieren der kasachischen Grenze geht dank guter Vorbereitung problemlos. Semej ist eine Großstadt im Osten Kasachstans und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, bietet nicht viel, ist aber gut, um weitere Vorbereitungen wie lokales Geld und Sim-Karten für die Weiterfahrt durch das Land zu treffen.

Auf so einer Reise muss viel Vorplanung stattfinden. Egal ob es um Zollerklärungen oder Stellplätze geht. Da unser geplanter Stellplatz bei Ayagoz an einem kleinen Fluss lag und die Straße dorthin nicht mehr befahrbar war, fand das Team binnen kürzester Zeit einen Platz in der Steppe auf einem Hügel.

Der Alakölsee ist ein Salzwassersee im Osten Kasachstans. Einige Gebiete des Sees sind Schutzgebiete für die mehr als 40 Vogelarten, die hier ihrem Brutgeschäft nachgehen. Es bleiben jedoch noch viele Flächen und Uferregionen für den Menschen übrig, um vom Baden bis Wassersport aktiv zu werden. Schöner Platz direkt am Wasser….

Der Straßenzustand lässt doch manchmal zu wünschen übrig. Besonders hier in Kasachstan gilt immer wieder Vorsicht und Geschwindigkeit anpassen. Beim “Langsamfahren” lässt sich die Umgebung noch intensiver wahrnehmen.

Eine Reparatur an einem Teamfahrzeug beschert einigen Begleitern einen Hotelaufenthalt. Das Auto steht in der Werkstatt und wird binnen 48 Stunden wieder flott gemacht. Beim Blick aus dem Hotelfenster sehen wir die beeindruckenden Gletscher des Tian-Shan Gebirges.

Die Gruppe mit dem anderen Teamfahrzeug findet in der näheren Umgebung von Almaty in der Turgen-Schlucht einen schönen Stellplatz bei Privatleuten. Unsere Gastgeber bekochen uns mit lokalen Speisen.

Von hier aus machen wir einen Ausflug nach Almaty und fahren mit der Seilbahn ins Gebirge.

Nicht nur in Amerika gibt es beeindruckende Sandsteinformationen. Hier im Charyn Canyon kann jeder, der will, zu Fuß einen ca.1,5 stündigen Spaziergang durch die “Mutter Erde” machen. Man muss es selber erlebt haben. Überall begegnen wir immer neuen Figuren, die von der Erosion geformt wurden. Es gibt natürlich auch noch lebende Bewohner im Canyon… Am Ende des Einschnittes überrascht der Charyn mit seinem Wasser.

Kirgisistan mit seinem Yssykkul-See und den Berglandschaften ruft uns schon….

Bis bald!

Euer MoMi-Team

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