Teheran, kaspisches Meer und Täbris

Liebe Seidenstraßenfahrer und Daheimgebliebene,

Teheran ist wie jede Hauptstadt ein gigantischer Auflauf an Menschen, Verkehr und Architektur, aber bei unserer Stadtrundfahrt entdecken wir auch ruhige Plätzchen.

Wir besuchen den Park um die Paläste und Häuser des letzten Schahs von Persien.

Wo junge Paare erste schüchterne Fotos machen…

kann man auch des Schahs Autosammlung besichtigen.

Draußen warten Taxis, die von Frauen gefahren werden, denn nicht jede ist hier so mutig sich ohne weiteres zu einem Mann ins Auto zu setzen.

Wir aber nehmen unseren Bus und fahren zum Fernsehturm.

An der Tiefgarage prangen Propagandaplakate und das Foyer ist religiös-traditionalistisch geschmückt.

Auf der Aussichtsplattform hat man einen weiten Blick über die City und… wieder herzliche Begegnungen mit Iranern.

Auch am Golestanpalast …

wird viel fotografiert…wichtigstes Motiv: Ich und die Umgebung, die Umgebung und ich…

oder Katzen: große…

wie kleine.

Mit wehenden Fahnen verlassen wir Teheran und fahren über die Berge, vorbei an Talsperren in Richtung Kaspisches Meer.

Bei einer Pause genießen wir die schöne Aussicht, Tee und Rührei…

…und der Wirt rechnet mit seinen Rechenmaschinen alles in den Preis ein.

Hinter dem Pass verändert sich das Wetter … und die Landschaft.

Wolken und begrünte Hügel haben wir ja lange nicht mehr gesehen.

Freundlich grüßende Schulkinder auch hier…

Durch dichten Wald, vorbei an Ausflugsgaststätten und vermüllten Picknickplätzen geht es tief hinab…

…zum kaspischen Meer.

wo wir Fischern bei der Arbeit zuschauen.

… und am Abend haben die Meisten Appetit auf Fisch!

An unserem Krümmer klafft ein Spalt…und an hilfsbereiten Männern mangelt es nicht.

improvisierte Rampe am Stellplatz.

Vom kaspischen Meer aus gehts entlang der aserbaidschanischen Grenze wieder hinauf in die Berge in eine Landschaft, wie man sie vom sonst so trockenen Iran nicht erwartet. Auch reiche Iraner haben das erkannt und bauen überall ihre Ferienresidenzen…

Als wir am Abend Täbris erreichen können wir es kaum glauben: es regnet! Das hatten wir seit China nicht mehr!

In Täbris machen wir uns im Museum mit der umfassenden und bewegten (Kultur-)Geschichte des Landstriches zwischen Mesopotamien, dem Kaspischen und dem Schwarzen Meer bekannt.

Besonders beeindruckte mich ein Grab aus der vorislamischen Eisenzeit, welches in 8m Tiefe gefunden wurde. Es enthält neben Grabbeigaben die Überreste eines jungen Paares, die sich, in Embryostellung zugewandt, anscheinend bei den Händen gehalten haben…

Anders beeindruckend im Erdgeschoss des Museums, die ausdrucksstarken Skulpturen des iranischen Künstlers Ahad Hosseini.

Die ehemals sehr berühmte „Blaue Moschee“ von Täbris ist bei einem Erdbeben sehr stark beschädigt worden. Mit unseren Bildern im Kopf von der Mittleren Seidenstraße, von Buchara, Samarkand und Chiva können wir uns aber die ehemalige Pracht auch hier gut vorstellen…

Zum Ende der Stadtrundfahrt stürzen wir uns noch einmal mit Wonne in den Zauber eines orientalischen Basars…

Wir kosten uns durch, erfragen die Preise der edlen Teppiche und feilschen um ein paar neue Hosenträger…

zum Schluss treffen wir uns in einer kleinen Teestube und schauen den Männern beim Schischarauchen zu.

Am Abend beim Abschiedsessen im Seepavillon verabschiedeten wir uns von Amin und Sirous, nicht ohne die vervollständigte Version unserer Hymne zu singen… „Eine Reise wie diese…“

Aber noch ist die Reise nicht zuende! Wir fahren weiter nach Norden, in Richtung der schneebedeckten Gipfel des Kaukasus.

Auf der Brücke über den Grenzfluss legen die Frauen ihren Schleier ab,

… und wir überqueren die Grenze nach Armenien.

Willkommen auf dem armenischen Schwarzmeer-Seidenstraßen Korridor!

Nun fahren wir neuen Zielen entgegen, der Sewansee, Jerewan und die vielen Klöster warten schon auf uns..

Viele Grüße sendet das Team

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