Warme Quellen, Feuertempel und Weltkulturerbe

Liebe Seidenstraßenfans,

Wie überall im Iran werden wir freundlich und neugierig angeschaut, auch als wir Maschad verlassen.

Hier sind nun täglich wieder größere Distanzen von uns zu bewältigen.

Traditionelle Lehmhäuser am Wegesrand.

Sonnenuntergang mit Palmen.

Am Morgen brechen wir auf zu einer Wanderung durch einen Canon. Dazu steigen wir vom Parkplatz hinab ins Tal. Die Seilbahn rechts lässt erahnen wie es hier aussieht, wenn es richtig viel regnet.

Schnell wird der Vorsatz aufgegeben, trockenen Fußes hier durchzukommen, es ist einfach unmöglich.

Ein religiöser Jugendverein hat Sinnsprüche an die Felsen gemalt. Dieser hier ist Werbung für die Verhüllung der Frau:

„Der Hidschab ist der natürliche Schutz für die Perle der Weiblichkeit“

Schon unten im Tal haben wir gespürt dass dieser Gebirgsbach nicht mit unseren vergleichbar ist, denn längst hätte wir eiskalte Füße in den Alpen…

An den oberen engen Stellen sehen wir den Grund: Warme Zuflüsse kommen aus dem Fels…

Behan prüft die Temperatur…Badewannenwarm!

Gäbe es nicht die Fotografen und andere Leute, könnte Bärbel hier schön duschen…

Na gut, dann ziehen wir uns in eine andere Ecke des Natur-SPA zurück und lassen uns die Füße knabbern.

Dazu müsste man sie nur stillhalten können, denn das kitzelt!

Ein Wunderschönes Naturerlebnis ist es allemal – und: Der Wohnmobilist hat sich wieder mal wohltuend selbst bewegt!

Einst stolze Burgen schützten die Talpassagen.

Gebirgig geht es weiter und auch relativ wüstenähnlich karg, aber guckt da nicht hinter der nächsten Ecke schon wieder eine Oase hervor?

Jörn begeistert sich für die proprietären LKW, die so oder ähnlich in den 50er Jahren in Deutschland gebaut wurden. Aufgrund der internationalen Exportbeschränkungen, denen der Iran lange unterworfen war, versehen diese Lizenzbauten hier noch immer rußend ihren Dienst.

Ruinen von Karawansereien und Fluchtburgen am Wege.

Dann führt uns der Weg geradewegs in die Einsamkeit. Zwischen hohen Felswänden…

liegt wie angeklebt eine kleine Siedlung um eine Höhle mit dem Feuertempel Chak Chak.

Unsere Wohnmobile lassen wir unten stehen und steigen auf zum Heiligtum

Wir sind frühzeitig da und somit die ersten am Eingang,

Der von einem zarathustrischen Priester bewacht wird.

Bis der uns aufschließt, bestaunen wir die gartenähnliche Bepflanzung.

In der Höhle geht das Feuer angeblich nie aus, wofür u.a. viele Öllampen sorgen, die von den Gläubigen regelmäßig aufgefüllt werden. Von den Feinden der von Zarathustra gestifteten monotheistischen Religion wurden sie deshalb „Feueranbeter“ geheißen.

Dabei ist das Feuer für sie nur das Symbol für die Allgegenwart Gottes. Stets tropft in der Höhle Wasser in die dafür bereitgestellten Schüsseln. Das Geräusch ergibt den Namen des Tempels: Chak. Chak.

Lorenz bereichert es mit einigen seiner Taizé- Lieder, die vom Gewölbe widerhallen.

Auf dem Weg nach Yazd nehmen einige eine landschaftlich schöne Abkürzung auf Schotter… Sind die Straßen sonst etwa zu gut?

hier gibt es noch auf einem großen Friedhof die „Türme des Schweigens“ von denen wir einen besteigen können. Früher bestatteten hier die Zoroastrier ihre Toten, indem sie sie der Sonne und den Vögeln übergaben.

In Yazd selbst besuchen wir am Abend noch einen der Weltkulturerbe-Gärten mit dem berühmten Windturm, dessen Gewölbe kunstvoll verschachtelt ist

Yazd ist voller Leben als wir kommen um die Altstadt zu besichtigen, die auch zum Weltkulturerbe gehört.

In den Tunnelartigen schmalen Gassen müssen wir ständig Motorrädern und sogar Autos ausweichen.

Die Gassen verzweigen sich in hofartigen Kreuzungen und geben immer wieder die Sicht frei auf Geschäfte mit Innenhöfen.

Immer wieder Begegnungen mit freundlichen und aufgeschlossenen Menschen, die auch keine Scheu haben, fotografiert zu werden.

Familienausflug auf dem Moped.

Souvenirläden bieten Waren im Überfluss an.

Noch ein Blick auf die schön beleuchteten Fassaden, dann verschwinden wir zum Essen in einer historischen Karawanserei, die heute passenderweise Silkroadhotel heißt.

In einer Nische des überdachten Innenhofes speisen wir unter den strengen Blicken der Revolutionsführer Khomeini und Chamenei.

Während gegenüber noch historische Fresken erhalten sind, die ein persisches Liebespaar darstellen.

Viele Gebäude der Altstadt sind noch im Bau, aber man bemüht sich westliche Trends aufzunehmen und touristisch zuzulegen.

Die ganze Stadt scheint am feiern zu sein, wir dürfen alles ansehen, Moscheen von innen und außen und sogar fotografieren.

Der Eismann ist da!

Der Bus bringt uns zurück zum Stellplatz, doch das bunte Treiben von Yazd wird uns im Gedächtnis bleiben.

Karawansereien gehören zur Seidenstraße wie Kamele und Händler, nur leider haben wir bisher, außer jetzt in Yazd, unterwegs nur Ruinen gesehen. Aber auch am Straßenrand gibt es restaurierte!

Diese hier wurde mit viel Aufwand wiederhergestellt.

und als Hotel eingerichtet, mit Schlafräumen

Restaurant

und modernen Toiletten.

aber wir haben ja unser Hotel dabei, und das rollt nun weiter nach Kerman…

von dort grüßt bald das Abenteuer-Osten-Team,

– mit Sirous, Amin, Jörn und Holger

018 Kerman und Golfküste
Die Luft flimmerte über Irans Straßen als wir nach Kerman…

016 Durch Turkmenistan in den Iran
Wir starten von von unserem Stellplatz am Mausoleum in…

Nach Oben - professionelll geführte Wohnmobilreisen in die GUS, China und Iran - Abenteuer Osten