von Ulan Ude bis Ulan Bator

Liebe Freunde der Seidenstraße,

Wie groß der Baikal und die Region Burjatien ist wird einem bewusst, wenn man die Karten maßstabgerecht übereinanderlegt.

Nun verabschieden wir uns von diesem einmaligen Naturwunder und folgen einem seiner größten Zuflüsse, der Selenga, die sich in einem großen Delta mitsamt ihren Sedimenten in ihn ergießt.

Das Flussbett hat viel Sand.

Zu viel Sand an einigen Stellen, René und Heike haben sich festgefahren. Doch sogleich ist das Team da und organisiert Hilfe.

Zuerst wird es mit eigenen Kräften vergeblich versucht,

und dann holt ein im nächsten Dorf organisierter Traktor beide aus dem Sand.

Vorbei an sozialistischen Plattenbauten…

und verfallenen Kulturpalästen…

führt uns die Selenga nach Ulan-Ude;

an dessen Einfahrt begrüßt uns wieder eine beeindruckende Mutter Heimat.

Wir besichtigen den neuen Sportkomplex, an dem wir stehen dürfen.

Auf dem Weg zum gemeinsamen Spezialitäten-essen im Restaurant:

Bierlin

Es wird wieder ein kulinarischer Leckerbissen….

Wir haben viel Spaß bei der Verabschiedung von Sascha…

und mit vielen anderen Überraschungen…

Es werden Trinksprüche zum Besten gegeben…

und einiges an Liedern gesungen.

Ein wunderschöner Abend mit einem langen Heimweg zu unserem jetzt hell erleuchteten Sportpalast.

Am Morgen brachte uns ein Bus zunächst nach außerhalb der Stadt. Wir besuchen ein Kloster, das Buddhistische Zentrum Russlands…

Während die Bahausungen der Mönche eher russisch anmuten…

…so entfalten die Tempel dann doch die ganze buddhistisch-asiatische Pracht.

Ich werfe dem Tiger noch schnell einen symbolischen Geldschein in den Rachen…

…bevor wir uns auf Stadtrundfahrt mit Stadtrundgang begeben,

…die das Programm komplettiert.

Viele junge Leute mit Kindern prägen das Stadtbild, vor historischer Kulisse.

Am Abend dann…

wird die Fotoausbeute sortiert.

Weiter geht es nach Kjachta zur mongolischen Grenze.

Das Land wird weit und steppenartig…

und die Straßen noch abwechslungsreicher.

Riesige flügellose Heuschrecken krebsen in Massen über die Straße….

…die die Bezeichnung Straße zum Teil kaum noch verdient.

Bei Kjachta sammeln wir uns zum Grenzübertritt…

Wobei uns der mongolische Freund und Partner unschätzbare Dienste leistete, sonst hätten wir bei brütender Hitze wohlmöglich länger aushalten müssen.

Auf mongolischer Seite fahren wir über Sukhbataar hinaus,

denn hier bietet uns ein sanfter Pinienhain einen malerischen Stellplatz und Zeit zum Ausruhen.

Zum ersten Briefing auf mongolischer Erde sind es immer noch über 30 Grad…

Bestes Wetter um wieder mal die Campingtische zusammenzustellen, denn die mongolischen Freunde haben Würstchen und eingelegte Steaks mitgebracht, von einem deutschen Metzger aus Ulan-Bator!! Hmmm…

Gebrutzelt wird am Womo von Walti und Walda, denn die haben den genialen Gasanschluß für die Gasgrills, denn Feuer dürfen wir hier natürlich nicht machen!

Alle aßen fast mehr als sie konnten, denn es schmeckte hervorragend.

Auch dieses Raubinsekt hier, entdeckt am Metallic-Lack eines unserer „la Strada“ hatte heute Festtag…

Hinter Darchan…

war plötzlich die Strasse gesperrt und alle mussten auf ein unglaublich staubiges sandiges Feld ausweichen, wo man dann im zweiten Gang mit Vollgas quasi im Blindflug fahren musste…

Wir waren sehr in Sorge ob der unerwarteten Prüfung unserer Fahrer und Fahrerinnen mit sehr unterschiedlicher Sanderfahrung aber —- Kompliment! ALLE meisterten die Herausforderung grandios! Man sah es den Womos dann aber auch an…

Auf den langen eintönigen Stassen glaubt man manchmal den Augen nicht zu trauen… Statuen aus Schrott…

Fahrradenthusiasten…

und hier…nanu…hab ich mich verguckt, oder was kostet hier das 95er Benzin? „LOVE“?

Aber es gibt nicht NUR Steppe auf dem Weg nach Ulan Bator! Hier am Secret History Camp stehen wir direkt am Waldrand!

Ein Ort zum Verlieben – Peter und Meia hätten beinah ihr Chischtli eingetauscht gegen dieses Gefährt…

Hier gibt es ein mongolisches Spezialitätenessen, wir probieren Chuschur und Buze…

und es wird die bestellte Landeswährung verteilt.

So macht man Millionäre!

Unser nächstes Quartier schlagen wir bei Ulan Bator auf, nahe dem Ort, wo demnächst das große Naadam-Fest stattfinden wird. Momentan nur leere Parkplätze in der Steppe, aber wir werden es noch anders kennenlernen…

Der Blick schweift weit in der Steppe, wie wir es sonst nur vom Berggipfeln kennen, und uns geht das Herz auf.

Sitzen und speisen mit Gleichgesinnten in der freien Natur…

…mit Rundumfernsehen live.

Himmel und Wolken zeigen ihr großes Schauspiel…

und im kargen Gras musizieren die Grillen dazu…

…mit einem Glas Wein in der Hand Gesprächen lauschen oder einfach nur ins Lagerfeuer schauen…

…das und viel mehr erlebt man hier im wilden Osten!

Wir freuen uns schon auf Karakorum, die alte Hauptstadt Asiens und auf das Nadaam Fest in Ulan Bator, wovon der nächste Bericht handelt.

es grüßen Euch bis dahin

Euer Holger mit Dima, Tsyren und Ararat

009 Karakorum und Naadam Fest
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