Willkommen in Karelien

Liebe Leute daheim und unterwegs!

Wir lassen das prunkvolle St. Petersburg hinter uns und fahren am Westufer des Ladogasees entlang Richtung Norden. Hier beginnt nun wirklich unser Abenteuer (Nord-)Osten: Manche Streckenabschnitte haben es ziemlich in sich.

Wir tauschen für einen Tag die Wohnmobile gegen ein Tragflügelboot ein und besuchen die Klosterinsel Walaam auf dem Ladogasee. Unsere Reiseführerin Katja erzählt uns über die bewegte Geschichte des Klosters und dem Geschick der Mönche. Sie haben nicht nur die Deckenmalerei ihrer Kirche selbst gestaltet, sondern auch der steinigen Erde mühevoll fruchtbare Felder abgetrotzt.

Am nächsten Tag verlassen wir den Ladogasee und besuchen Ruskeala, einen stillgelegten Marmorsteinbruch. Mit Alexander, einem Begründer des Steinparks wandern wir entlang der Steilküste.

Viele der marmornen Gebäudeverzierungen, die wir in St. Petersburg bestaunen konnten, stammen aus diesen Steinbrüchen. Unser Ausflug war nicht nur informativ – auch Mitbringsel lassen sich hier finden…

Oder kaufen.

Wir sind nicht die einzigen, die die Aussicht von oben auf den türkisfarbenen See genießen.

Willkommen in Karelien!

Auf der Weiterfahrt laden Wasserfälle und Waldparks zu kleinen Zwischenstopps ein.

Bei abschnittsweise abenteuerlichen Straßenverhältnissen sind solche Zwischenstopps auch mehr als verdient!

Die meiste Zeit sind die Straßenverhältnisse aber gut und zumindest die Beifahrer können verträumte Blicke über den Onega-See schweifen lassen…

Am Nachmittag unseres neunten Reisetages erreichen wir das urkarelische Dorf Kinerma. Nadezhda – unsere Gastgeberin, erlaubt uns unsere Häuser auf Räder in ihrem Hof zu parken.

Mit vereinten Kräften bekommt man das WoMo schon auf den gewünschten Stellplatz.

Selbst tief in Karelien trifft man richtig reiche Dörfer, wo jeder Einheimische paar Wohnmobile vor der Haustür stehen hat.

Nadezhda lebt mit ihrer Familie das ganze Jahr über in Kinerma. Nur ein weiterer Dorfbewohner bleibt während der Wintermonate im Dorf. Während des Sommers verbringen aber viele Karelier die Ferien auf ihren Datschen in Kinerma.

Nadezhdas Sohn Egor erzählt uns etwas über sein Heimatdorf. Die Geschichte der kleinen Dorfkapelle ist besonders spannend.

Geweiht ist sie der Gottesmutter von Smolensk – der Legende nach brachte ein Dorfbewohner Kinermas eine Ikone der Gottesmutter mit in seine Heimat, nachdem er aus dem Kriegsdienst in Smolensk entlassen worden war.

Abends bewirtet uns Nadezhda mit traditionellem karelischem Essen. Die karelische Küche ist eine schlichte Bauernküche – aber lecker ist sie allemal!

Am nächsten Tag fahren wir nach Uja in der Nähe von Petrosawodsk, der Hauptstadt Kareliens. Schon unterwegs genießen wir die Aussicht auf den Onega-See.

Unser Stellplatz für die nächsten drei Tage liegt direkt am Onega-See. Schöööööööööööön…

Abends beweist Anatolij sein Können als Schaschlik-Grillmeister.

Die Tage werden immer länger, das Abendrot immer schöner.

Unser nächster Ausflug führt uns nach Kizhi.
Das weltbekannte Freilichtmuseum mit seiner spektakulären Holzkirche wird aufwändig restauriert. Jede einzelne Holzschindel wird von Hand aus Birken- bzw. Espenholz gefertigt.

Karelische Sängerinnen laden uns zum Mitsingen und –tanzen ein. Wir lassen uns nicht zweimal bitten.

Zum Abschluss des Tages – unseres ersten richtigen Regentages übrigens- besichtigen wir Petrosawodsk vom warmen Bus aus.

Ihr Team!

Oleg, Aline, Anatoli

003 Russland – ein Sommermärchen
Nachdem wir in Kizhi richtig froren, tat ein Fahrtag im warmen…


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