Der Glanz der Zaren

Liebe Leute daheim und unterwegs!

Vier Wochen „Zauber des Nordens“: 34 tapfere Wohnmobilisten machten sich am 22.05. auf die Suche nach der russischen Seele. Der Tourstart in Helsinki fühlt sich bei knapp 20 Grad und strahlendem Sonnenschein noch wenig nördlich an.

Mit dem Grenztag erhalten wir dann aber gleich einen Einblick in die berüchtigte russische Bürokratie. Unsere gründliche Vorbereitung der Papiere verkürzt uns die Wartezeit auf erträgliche dreieinhalb Stunden. Bis zu sechs Stunden kann es schlimmstenfalls auch einmal dauern – wir haben also keinen Grund zur Klage!

Rechtzeitig zu den malerischen Abendstunden erreichen wir Wyborg.

Valentina, unsere Stadtführerin, erzählt uns am nächsten Morgen von der wechselhaften Geschichte der lange umkämpften Grenzstadt. Schwedische, finnische, deutsche und russische Spuren entdecken wir in der Altstadt.

Mittags verlassen wir das gemütliche Städtchen in Richtung Sankt Petersburg und erreichen trotz dem üblichen Stau guter Laune unseren Stellplatz, wo man uns bereits mit Pelmeni und Kwas empfängt. Das erste Highlight unserer Reise steht uns bevor: Die ehemalige Hauptstadt des russischen Zarenreiches!

Vom Bus aus macht uns unsere Reiseführerin Irina – ein wandelndes Lexikon! – mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten St. Petersburgs vertraut. Auf dem Nevskij Prospekt, der Prachtmeile St. Petersburgs, geht es zwar langsam voran, doch wen stört das schon, wenn es links, rechts, vor und hinter einem so viel zu bestaunen gibt!!

Der Nevskij-Prospekt führt vom Alexander Nevskij-Kloster bis zur Admiralität. Alexander Nevskij ist Schutzpatron der Millionenstadt, Heiliger der russisch-orthodoxen Kirche und Nationalheld in einem. Zahlreiche Straßen und Kirchen sind nach ihm benannt.

Unser Weg führt uns allerdings nicht zum gleichnamigen Kloster, sondern zu einer anderen wichtigen Kirche: Der Peter und Paul-Kathedrale auf dem Gelände der gleichnamigen Festung.

Nachmittags besichtigen wir die Stadt aus einer anderen Perspektive: vom Wasser aus! Nicht umsonst wird Petersburg auch als „Venedig des Nordens“ bezeichnet: Die malerischen Kanäle laden zu einer gemütlichen Stadtrundfahrt der anderen Art ein…

…und anscheinend auch zum Feiern, wie diese lautstarken und ausgelassenen jungen Damen meinen. Junggesellinnenabschied, Petersburg style mit DJ auf der Newa.

Am nächsten Tag lockt eines der bekanntesten Kunstmuseen der Welt: Die Eremitage im Winterpalast! Wir sind nicht die einzigen, die sich einige der 60.000 Exponate anschauen möchten…

Dank unserer Stadtführerin Irina müssen wir aber nicht lange anstehen und können gleich über die prachtvolle Jordan-Treppe die Ausstellungsräume betreten.

Aber nicht nur die Exponate, sondern auch die Ausstellungsräume an sich hinterlassen einen bleibenden Eindruck:

Wunderschöne Parkettböden…

… und ebenso schöne Deckenverzierungen und Kronleuchter werden uns noch lange im Gedächtnis bleiben.

Anschließend brechen wir per Tragflügelboot auf zum Peterhof. Der nach dem Vorbild von Versailles gestaltete Palast ist insbesondere wegen seines Lustgartens bekannt.

Die zahlreichen Brunnen zeigen sich im Sonnenschein von ihrer besten Seite.

m April und Mai war es in St. Petersburg verhältnismäßig kalt. Daher können wir Ende Mai hier einen zweiten Frühling mit blühenden Narzissen, Tulpen und Hyazinthen genießen.

Hach ja… Frühling…

Bei solch einem Programm vergeht die Zeit wie im Fluge!

Zum Abschluss unseres Aufenthaltes in St. Petersburg besichtigen wir den Katharinenpalast mit dem sagenumwobenen Bernsteinzimmer. Auch hier ist die barocke Pracht überwältigend.

Wir sind uns einig: Man muss es mit eigenen Augen gesehen haben!!!

Beim Anblick einer so festlichen gedeckten Tafel kann man glatt hungrig werden.

Gut, dass es bis zur Mittagspause nicht weit ist. Anschließend geht es zur Isaakskathedrale.

Jaaa, bei so reichhaltigen Deckengemälden kann man schon ins Staunen geraten!

Zum Abschied lassen wir unsere Blicke von der Kuppel der Kathedrale aus über die Dächer von Piter, wie die Einheimischen ihre Stadt nennen, schweifen

Von all den Eindrücken ein wenig erschöpft lassen wir am nächsten Morgen die Millionen-Metrople hinter uns. Ab jetzt heißt unser Kurs: Nord-Nord-Ost!

Euer Oleg

002 Willkommen in Karelien
Wir lassen das prunkvolle St. Petersburg hinter uns und fahren…

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