Höhenflug am Issyk Kul

Liebe Freunde der Abenteuer!

Ja, AbenteuerOsten pur haben wir nun mehr als genug. Noch ist der Drops nicht gelutscht – wir müssen über den letzten Pass und durch den Passhöhentunnel.

Es ist stockdunkel, als wir aus dem Tunnel wieder herauskommen. Es ist Nacht und wir haben noch 2 Stunden Fahrt bis zu unserem Stellplatz in Bischkek. Wir werden nun den gesamten passabstieg von 3100 auf 800 Meter von zwei Fahrzeugen verfolgt. Das erste ist unser eigener Anhänger und noch kein Grund zur Beunruhigung. Das zweite ist ein großer Kastenwagen ganz ohne Licht. Er hängt sich an uns an und nimmt uns als Wegweiser in dunklen Stunden. Wir reisen nun im Dreierpack den Pass hinunter – bis dass die erste Polizeistation uns scheidet. In Kirgistan herrscht außerhalb geschlossener Ortschaften Lichtpflicht am Tag und sogar in der Nacht!

Wir haben es geschafft, kommen zur Geisterstunde an und schlafen einfach etwas schneller. Jetzt sind wir wieder fit und alle komplett. Emil, Irinas Mann, führt uns durch Kirgistans Hauptstadt, während Irina, Tsyren und ich uns um Technik und Orga kümmern. Voll ausgelastet – wie es sich gehört.

Landestypisches Essen am Abend. Eine tolle Location – hier haben auch Irina und Emil – beides unsere Guides aus den letzten Jahren – geheiratet.

Ein musikalisches Intermezzo. Ein Omen? Auch vor 11 Jahren hatte ich ein kirgisisches Essen mit musikalischem Intermezzo geplant Nach dem Auftritt der Musiker war das Restaurant und die Küche leer – Koch und Personal waren weggerannt – wir hatten schon bezahlt und mussten am nächsten Tag also ausgehungert über die Grenze. Diesmal ist es … nicht so. Musik und Essen sind toll und wir schön voll.

Bitte volltanken, bevor wir Kirgistans Hauptstadt verlassen. Tankstellen gibt es nun viele – die Qualität ist auf russischem Niveau – und das ist ein gutes Niveau.

Nach fünf Stunden Fahrt liegen sie vor uns. Die Strände des Südteils vom Issyk Kul.

Unser Stellplatz ist direkt am Ufer.

Da heb ich doch glatt ab.

Was auch immer ihr denken wollt bei Bild und Wortwahl. „Selbst Handanlegen ist hier nicht gut. Die strammen harten Dinger stinken und färben die Finger rosarot.“ Es handelt sich um die Blütenstände der Aronstäbe. Oder?

In zauberhaftem Ambiente gibt Valery seinen Abschiedsschaschlik aus. Wir haben Salate kreiert, es ist eine reiche Tafel vor einmaliger Kulisse.

Gleich passiert es. Die große Männermuskelshow!

Zumindest bei Sergej gelingt sie – er ist einer der ersten Teamleute, die sich gleich….

…falls sie sich das trauen, diese Warmduscher…

…ins 10 Grad kalte Wasser stürzen.

Der Abend kommt und es wird stark romantisch. Wehmut zieht auf, denn wir verlassen morgen den See und fahren gen Norden, während Valery und Sergej gen Westen reisen. Beide gehen nach Hause. Für Valery geht es ab Bischkek in den Flieger, für Sergej per Auto nach Moskau. Danke dir Valery für die tolle Organisation und Leitung. Danke dir Sergej für die vielen Mühen und Freuden, die wir mit dir hatten. Dank deiner Muskeln haben wir uns immer sicher gefühlt …. Man kann sich im Wilden Osten aber auch ohne Muskeln sicher fühlen….

Farbenzauber am See. Im Traumtourenkino kommen die Wolkenspiele im Zeitraffer – das müsst ihr sehen!

Die letzten Etappen bis zur chinesischen Grenze führen uns ins Hochgebirge, Auf neuerdings tadelloser von Chinesen gebauter Straße…

…reisen wir entlang…

…und durch eine spektakulär schöne Bergwelt.

Meeting und Inforunde von hinten und von vorne – eingebettet in das letzte Tal vor dem Dolonpass, unserer ersten morgigen Prüfung.

Kirgistan – ich mache es kurz….

…wir fliegen auf dich. Mehr, liebe Leser und Abenteuerfreunde, gibt es heute nicht, die Luft ist schon etwas dünn, die Nacht längst eingekehrt und ich auf dem Weg in meine Schlafhöhle im wohlig warmen Bimobil.

Gute Nacht – wir sehen uns wieder in China, hoffe ich doch sehr!

Euer Kostya

010 Geschafft! – Vom Gipfel rein ins Reich der Mitte
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008 Unwetter erwischt Teamfahrzeug
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Nach Oben - professionelll geführte Wohnmobilreisen in die GUS, China und Iran - Abenteuer Osten