Einmal quer durch die Perle Indochinas. Laos von seinen schönsten Seiten.

Liebe Leser, liebe geduldige Mitreisende!

Hatte ich euch nicht mal vor einigen Wochen versprochen auch das zu erzählen was wir bisher erlebt haben, bevor ich in Indien die neuesten Abenteuer kundgetan habe? Ja, habe ich! Deswegen werde ich heute auch nicht aktuell aus Indien berichten. Auf dem Subkontinent sind wir seit 8 Wochen unterwegs und haben so viel erlebt, wie es eigentlich ständig auf dieser einmaligen Reise war. Fast zu viel Abenteuer….

Also erzähle ich heute von unseren Erlebnissen in Laos. Die bin ich euch neben der Kleinigkeit Kambodscha, Vietnam und Westindien noch schuldig. Wer mit seinem Wohnmobil nach Australien per Landweg fährt – und das machen ja ständig unzählig viele Menschen – wird zwangsläufig durch Laos kommen. Und ehrlich gesagt: Das ist ja ein schöner Zwang, durch dieses Land fahren zu müssen. Wir kamen aus China, garniert mit anstrengenden harten, fast zu abenteuerlichen Momenten und waren auf die Durchfahrt direkt nach Myanmar und dann zum Subkontinent eingestellt. Aber wie viele von euch ja schon wissen, haben Myanmar, Thailand und die komplizierten Grenzregelungen der Nachbarstaaten ein Umplanen erforderlich gemacht.

So dauerte es sechs Wochen bis wir schließlich unsere schwer erkämpfte Sondergenehmigung hatten. Und in eben diesem sechs Wochen sind wir Strecken und Länder gefahren, die wir sonst später hätten fahren sollen. Herrje, die Feste feiern wir, wie sie fallen und auch das heutige Fest Laos – einmal vom Norden in den Süden – auch dieses Fest werden wir jetzt mit euch zusammen feiern. Wir alle wissen doch gar nicht, was wann wie womit uns noch passieren wird. Das gilt auch für diese Reise. Ich wünsche euch, liebe Leser, viel Spaß bei der Fahrt durch den schönen kleinen Dschungelstaat Laos.

Der Grenzübergang Mohan. Das Reich der Mitte liegt hinter uns. Die Einreise nach Laos geht relativ schnell. Relativ schnell heißt zwei Stunden.

Laos ist eine ganz andere Nummer als China. Gerade mal 7 bis 8 Millionen Menschen leben hier. So viel wie ein Teil einer typischen chinesischen Großstadt. Viele Kinder sind auf und entlang der Straße. Laos ist ein junges, armes Land.

Endlich komm ich persönlich ins Spiel! Ich habe geschummelt, bin statt selbst gefahren per Flieger von Deutschland ins schöne Luang Prabang gelangt. Wobei ich einmal festhalten möchte, dass ich schon zwei Mal overland per Reisemobil in die alte Königsstadt gekommen bin. Nun werde ich mit unserer Gruppe Landweg Australien für die nächsten vier Monate unterwegs sein. Zu dieser Zeit weiß ich noch nicht, dass ich diese vier Monate sehr oft unterbrechen und mit diversen fast unzähligen Flügen um eben die Regelung mit Thailand fighten werde. Wie gut, dass man im Leben nicht immer weiß, was auf einem noch zukommt!

Bereits vor Ort und seit immerhin zwei Monaten auf Achse und abenteuerlichen Wegen unterwegs. Mein kongenialer Freund und Kollege Silkroadking Arthur.

Na, wer wird denn meine leckeren Früchte kaufen?

Ja klar, es ist King Arthur, der hier zuschlägt.

Habe ich nicht gerade eben gesagt, dass es durchaus gut ist, nicht alles zu wissen, was noch auf einen zukommt? Das ist auch hier so mit Toni und Marthi und zur Linken Gerd. Sie haben über drei Wochen in China warten müssen, bis ihre Fahrzeuge nach doch recht unglücklichen Fügungen wieder repariert waren. Hier in Laos sehen wir uns endlich wieder und feiern das Zusammenkommen! Wir gehören zusammen, wir gehen den Weg zusammen – ein fulminanter Abend steht uns bevor.

Es werden Reden geschwungen, es wird gefeiert, es wird gesungen, es wird die Ankunft von Toni und Marty gefeiert. Gleichzeitig steht der Abschied von Gerd an, der zwei Monate lang Abenteuer Osten geschnuppert hat. Vielleicht ist er nun für das normale Arbeitsleben verdorben. Wir sind es längst…

Gerd ist nach Hause geflogen, wir gehen ins Zentrum von Luang Prabang, sehen uns die schöne Königsstadt und ihre sehenswerten Plätze an.

Ab geht’s mit Tuk-Tuk oder Kleinbus. Nennt es wie ihr wollt. Es ist luftig und bei Temperaturen von 28 Grad ungemein angenehm.

Die Klassiker von Luang Prabang: Tempel, Paläste, Pagoden. Bitte fragt mich nicht nach den Namen. Wollt ihr diese rausfinden, schnappt euer Reisemobil und fahrt dahin. Isst ja gar nicht so weit…

Strom wächst auf Bäumen! Das würden wir uns wünschen! In ganz Indochina gibt es ja kaum Campingplatzinfrastruktur.

Händler entlang des Weges zum Mekong.

Flussfahrt auf dem Mekong. Die Boote sind einfach und auch die Tour nicht sonderlich spektakulär.

Aber allemal schön und romantisch.

Zu Besuch im Paradies. Die Umgebung von Luang Prabang birgt jede Menge wunderschöne Ausflugsziele. So auch diese herrlichen Wasserfälle! Wirklich das Paradies auf Erden.

Paradies? Beweis fällig? Da ist sie, die Schlange. Und draußen verkaufen sie Äpfel…

Welch komische Gebilde. Es handelt sich nicht um Playmobiltaschen sondern Schmetterlingskokons. Ein Geniestreich der Natur. Das glitzernde Gold schreckt Feinde ab.

Wenn die Raupe schon so schick ist, wie wird dann erst der Schmetterling sein? Nun, Laos ist Dschungelland voll von Orchideen und Schmetterlingen.

Noch so ein Insekt, diesmal made in Germany. Ein Käfer, ein bisschen in die Jahre gekommen.

n Laos ist Tanken heutzutage kein Problem. Es gibt genügend Tankstellen entlang der Fahrroute.

Welcome to Laos! Es ist das Land des Lächelns.

Das sind ja tolle Aussichten. Ja, sind es. Auf dem Weg nach Vangvieng geht es recht hoch hinaus, manchmal auf über 1000 Meter!

Auch der Mönch genießt die Aussicht. Modern mit Handy und 4G geht’s gleich hinaus zu seinen Freunden in die Tempel.

Gut gepackt auf dem Weg durch die Berge!

Unser Stellplatz in Vang Vieng. Ist ja fast so schön wie ein Campingplatz.

Im luftigen Taxi geht’s zum Ausflug zu der Blauen Lagune.

Reiserntezeit

Damit ich das recht verstanden habe… Ich muss also erst betrunken werden, damit ich nicht springen muss. Drei dürfen gleichzeitig klettern, aber nur einer nach dem anderen springen. Und wer nicht schwimmen kann soll wenigstens eine Weste anziehen. Na. Letzteres ist ja einigermaßen sinnvoll. Na dann trinke ich mal ein frisches LaoBeer!

Die Chinesen machen sich in ihre nicht vorhandenen Windeln. Boah, was die sich anstellen, um diese läppischen 5 Meter vom Baum ins Wasser zu springen.

Wir sind coole Jungs. Fahren mit unseren Reisemobilen um die Welt und springen locker in der besten Körperhaltung von Bäumen. Noch Fragen, ihr Chinesen?

Na den Chillout haben wir uns verdient. Nicht jeder Stellplatz ist so schön, aber dieser ist es.

On the road again.

On the road again heißt auch ganz schön eng sich manchmal durch die Gassen arbeiten. Ein kleines Vortraining für Indien…

Trockenfisch zum Verkauf. Schmeckt übrigens gar nicht so schlecht.

Aus der Maniokwurzel wird ein zäher Brei gestampft. Zum Schluss kommen leckere Chips dabei heraus. Solche Erlebnisse entlang der Wegstrecke entgehen den normalen Neckermann Touristen. Wir sind ja die besseren Touristen… oder haben zumindest die längere Artbenennung:

Langzeitfernreiseerlebnisabenteuermobilistentouristen.

Stoppen, Shoppen, Weiterfahren.

Mönche pilgern oft entlang der Strecke. Viele Laoten sind einen Lebensabschnitt als Mönche unterwegs.

Geisterhaus. Praktisch jedes Haus in Laos hat sein kleines Geisterhaus in dem die Verstorbenen wohnen und eben auch Schutz für das eigene Haus geboten wird.

Alle möglichen Götter und Geisterhäuser zum Verkauf entlang der Strecke. Wären die nicht so schrecklich schwer, dann hätte ich mir auch einige davon mitgenommen.

Das sieht ganz lecker aus. Gebratene Bananen. Aber mir schmeckte es nicht. Immerhin ein schönes Foto.

Bei uns in Europa eher selten zu bekommen. Hier immer wieder entlang der Straße. Lotussamen schmecken wie dicke Sonnenblumenkerne. Mit viel mehr weißem Fruchtkörper.

Mut zum neuen Sachen, die ihr nicht kennt. Märkte entlang der Strecke gibt es oft. Meistens schmecken die unbekannten Nahrungsmittel lecker, manchmal grausam und manchmal ist es auch gut, dass man gar nicht weiß, was man da isst.

Einfahrt in die Hauptstadt von Laos, Vientiane.

Susi auf der Plattform ihres Teamfahrzeuges. Herrje, noch keiner, dass wir später dieses Auto verlieren werden.

Abschiedsparty in Vientiane. King Arthur geht, wir bleiben. Danke dir, werter Kollege.

Den Verlust werden wir mit Hochprozentigem brücken.

Kein Grund zum Katzenjammer. Es gibt auch ein Leben nach King Arthur.

Besichtigung von Vientiane. Ohne King. Mit wäre schöner, aber so ist es auch nicht schlecht.

Fahrt gen Süden. Überlandbusse sind wie so oft in Indochina die schnellsten Fahrzeuge auf der Straße.

Diese arme Sau hat kein Schwein gehabt…

Enge Brücken auf dem Weg ins Tal von Konglor.

Für uns haben sie sogar die Höhenbeschränkung heruntergenommen.

Andere Fahrzeuge genießen den Luxus nicht und müssen selbst sehen, dass sie nicht zu hoch geraten. Die Höhenbegrenzung soll verhindern, dass Wurzelholz und Karstfelsen zum Verkauf abtransportiert werden.

Die letzten 20 km haben es in sich. Wir brauchen dafür über eine Stunde… aber dann…

… haben wir das Paradies erreicht. Schwimmen im See vor Konglor.

Dahinter verbirgt sich ein gewaltiges Höhlensystem.

Es geht mehrere Kilometer auf dem Wasser durch riesige Tropfsteinhöhlensäle. Toll und aufregend. Kein Licht, kein Ticketscanner, kaum Chinesen, kaum Österreicher, kaum Deutsche und andere Touristen. Toller Platz!

In einigen Abschnitten der Höhlenquerung müssen wir das Boot verlassen und zu Fuß weiter.

Am anderen Ende kühlen sich Wasserbüffel ab.

Jenseits der Bergkette ein abgelegenes Dorf. Die laotischen kinderreichen Familien leben fast so, wie es vielleicht vor 100 oder 200 Jahren war.

Zwei Nächte haben wir bei der Grotte von Konglor gestanden.

Alle Augen sind auf uns gerichtet, wenn wir durch die engen Dorfgassen fahren.

Spektakuläre Felsformationen. Die Einheimischen nennen es „Steinwald“.

Blick über weites Land auf dem Weg zum Bolaven-Plateau.

Sie sind mit abenteuerlichen Gefährten oder zu Fuß unterwegs. Ein Lächeln haben sie immer parat.

Ratet mal was in dieser Tüte drinnen ist und wie viel der Spaß kostet. Es sind Passionsfrüchte, ca. 5 Kilo und alles zusammen kostet knapp 4 Euro.

Unser Stellplatz im Nationalpark Twin Falls auf dem Bolaven-Plateau.

Für die Adrenalinjunkies unter uns steht die Zipline bereit. Oder besser „hängt“ bereit. Vier Stahlseile brücken gähnende Tiefen. Man rauscht in luftiger Höhe mit einem Metallschlitten am Stahlseil über die Schluchten hinweg. Es sind tolle Bilder, auch mit unserer Drohne haben wir gefilmt. Filmaufnahmen der spektakulärsten Momente gibt’s im Traumtourenkino in Düsseldorf und natürlich auf unseren Seabridge-Treffen zu sehen.

Geburtstagsparty von Achim. Wieder so ein toller stimmungsvoller Abend. Wie gut dass keiner wusste…

…, dass diese großen Radnetzspinnen neben unseren Reisemobilen ihre Netze haben. Allerdings ist mir kein Fall bekannt, wo ein Fernreisemobilist sich im Netz verfangen hat und anschließend ausgesaugt wurde. Auch wir kommen diesmal unversehrt weiter.

Früh den Riemen auf die Orgel geworfen. Es geht los gen Süden. 200 Kilometer Strecke und ein Grenzübertritt nach Kambodscha stehen an.

Einmal gestoppt und die frischen Früchte gekauft. Achtung, bloß keine Durian erwischen. Deren Geruch hält sich ewig im Reisemobil. Die Früchte die hier liegen, sind allerdings Jackfrüchte. Durians haben größere Zacken, so eine Art stinkender Igel.

Reisernte live neben der Fahrbahn. Sie lächeln so herzlich in Indochina. Das macht Laune und das macht das Reisen mit dem eigenen Reisemobil aus. Anhalten wo du willst und dann so einen kleinen, großartigen Moment erleben.

Der Mekong und seine größten Wasserfälle an der Grenze zu Kambodscha. Noch sind wir auf der Seite von Laos.

Noch einmal sich mit Kokosnüssen stärken und dann geht es rüber auf die andere Seite. Die Grenze läuft locker, wir haben alles im Vorfeld vorbereitet und rollen bei Zoll und Immigration hindurch. Grenzpassagenzeit für die gesamte Gruppe: unter 3 Minuten. Bestzeit für unsere bisherigen Asientouren. Davon träumen sie nur auf der Seidenstraße. Manchmal braucht dort ein Beamter 3 Minuten, um einen einzigen Namen einzutragen. Ja die Seidenstraße erinnert mich an den King, der seit Wochen wieder Geschichte ist. Gemeint ist Mister Seidenstraße persönlich, der Obama alle Reiseleiter. Na habe ich da nicht ein bisschen übertrieben? Nein ich finde nicht.

Gar nicht übertrieben! Wer ist jetzt wer? Auf jeden Fall sind beide doch ganz gute Jungs und einer davon sogar für uns unterwegs. Thank you, Sir Silkroad and King Arthur, we are missing you.

Für uns werden nun neue Indochinakapitel aufgeschlagen. Kambodscha und Vietnam. Davon werde ich euch im Nachgang noch berichten. Zuvor werde ich noch aktuelle Geschichten aus Indien erzählen. Wir sind ja bereits zwei Monate auf dem Subkontinent unterwegs und werden bald vom Norden aus nach Nepal einreisen und somit von West nach Ost durch den Himalajastaat fahren. Macht euch auf einiges gefasst, unter anderem wieder auf mehr Berichte von mir. Man munkelt, ich hätte jetzt wieder ein bisschen mehr Zeit. Na, schauen wir mal, was an den Gerüchten dran ist.

Bis bald

Euer Kostya

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